TV-Vermarktung : DFL klagt gegen Kartellamt

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen das Bundeskartellamt wegen der Einschränkung bei der Fernsehvermarktung eingelegt. Damit machte die DFL am Donnerstag ihre Ankündigung wahr.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) greift  die „faktische Untersagung“ der ursprünglich geplanten TV-Vermarktung an, teilte der Dachverband der Profiklubs mit. Die Vorgehensweise der Wettbewerbsbehörde habe für die zentrale Vermarktung der Rechte „nicht akzeptable Hürden“ errichtet. Das Kartellamt hatte Ende Juli entschieden, das von der DFL und dem Unternehmen Sirius geplante Modell zur Vermarktung der TV-Rechte genüge nicht den kartellrechtlichen Anforderungen. Danach wäre die Zusammenfassung der Bundesliga-Spiele samstags erst nach 22 Uhr im Free-TV möglich gewesen. Dies müsste aber vor 20 Uhr geschehen, damit die Zuschauer von der zentralen Vermarktung profitierten, hieß es. Liga-Präsident Reinhard Rauball sagte, die Vermarktungs- und Erlösmöglichkeiten der Liga seien durch das Verhalten des Kartellamtes massiv eingeschränkt worden. Die Zentralvermarktung gewährleiste einen ausgeglichenen Wettbewerb, darüber hinaus liefere sie „einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Profifußballs“. Die DFL erwartet, dass der Rechtsstreit ein bis zwei Jahre dauert. jbh

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