Medien : Überallfernsehen

Joachim Huber

Fernsehen, das Wort und die Tat, kommt von in die Ferne sehen. Im Alltag läuft das so: Wir sitzen vor dem Fernseher, und der Fernseher blickt für uns in die Ferne. Das ist bequem und sicher. Manchmal sitzen wir nicht vor dem Fernseher, sondern sitzen anderswo und schauen in die Ferne. Das ist aufregend. Und weil wir dann in der Ferne nicht alles erkennen können, was uns aufregend erscheint, nehmen wir das Fernglas zur Hand. Arte, der etwas andere Fernsehsender, will uns bei den Abenteuern in der Ferne helfen und legt uns ein Qualitätsbinokular (8 x 21) vor Augen. Dieses Überallfernsehen wird mit Umhängekordel, Reinigungstuch, in einem silberfarbenen Nylonetui mit Gürtelschlaufe geliefert. Dass überall und dick und fett „Arte“ draufsteht, ist nicht nur schön, aber bitte, mit Arte muss sich der Fernsehzuschauer nicht schämen. Alle denkenden Menschen im Lande sagen ja, ihr Lieblingssender sei dieser europäische Kulturkanal. Das sagen so viele, dass sich die Quoten von Arte auf einem sehr viel höheren Niveau bewegen müssten. Auch da hilft das Fernglas. Wir haben es ausprobiert. Wir haben als Voyeure im höheren Auftrag gehandelt. Mit dem Binokular haben wir abends in ein, zwei Haushalte in der Nachbarschaft geblickt, Haushalte, die sich gerne mit dem Sehen von Arte schmücken. Was wir bestätigen können: Das Arte-Fernglas ist im Gebrauch ausgezeichnet, sein minimales Gewicht von 200 Gramm erlaubt ein ausführliches In- die-Ferne-Sehen. Was wir nicht bestätigen können: Dass Arte immer und überall von den denkenden Menschen gesehen wird.

Arte, das Fernglas, gibt es für 39 Euro über www.arte-shop.de zu bestellen.

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