Medien : Ulmen der Unerträgliche

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Pro 7 Chef Dejan Jocic feuerte Christian Ulmen bereits nach der ersten Folge, wie er zuvor John de Mol mit seiner Jobsuche-Show „Hire or Fire“ gefeuert hatte. Jocic schaute auf die Quoten, nicht auf die Sendung. Ulmens Quoten waren wirklich nicht gut, aber die Sendung „Mein neuer Freund“ war mit Abstand das Originellste, was in diesen müden Fernsehmonaten anlief: Ulmen, der ehemalige MTV- Moderator, der Herr Lehmann aus Leander Haußmanns gleichnamigem Film, verkleidet sich mal als zauseliger Barde, mal als Motivationstrainer oder schnöseliger Adeliger. Er verwandelt sich immer in unerträgliche Nervensägen, denn das ist das Prinzip der Reihe: Eine Kandidatin muss es ein Wochenende lang mit ihm aushalten, sie muss ihre Freunde und Eltern überzeugen, dass der verkleidete Ulmen ihr neuer Freund ist, dann bekommt sie 10 000 Euro. Ulmens Rollenspiel ist urkomisch, viel besser als Stefan Raab jemals war. Die Journalisten beschwerten sich heftig über die Absetzung. Da passierte, was sonst nie passiert: Pro 7 hat Ulmen wieder ins Programm genommen. Ab heute Abend, sehr spät, wenn Quoten nicht mehr so wichtig sind. nol

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