Medien : Umziehen leicht gemacht

Der Windows Easy Transfer und andere nützliche Vista-Starthilfen

Kurt Sagatz

Die größte Hürde nach der Anschaffung eines neuen Computers oder der Aufrüstung des vorhandenen PCs mit einem neuen Betriebssystem ist der Umzug der bislang gesammelten Daten und Einstellungen auf das neue Gerät. Um den Nutzern das mühsame Kopieren von Daten und Einstellungen per Hand abzunehmen, gibt es im neuen Windows Vista das Programm „Windows Easy Transfer“. Einerseits können damit die wichtigen „Eigenen Dateien“ – beispielsweise Office-Dokumente, Musikstücke, Videos, Fotos – ausgewählt werden. Andererseits werden mit Easy Transfer auch individuelle Einstellungen für Windows, aber auch für Anwendungsprogramme gesammelt und zum neuen System transportiert. Die Programme selbst müssen allerdings separat installiert werden.

Soll das neue Vista auf einem bestehenden PC installiert werden, wird Easy Transfer zuvor direkt auf der Vista-DVD (im Ordner für das Migrationswerkzeug supportmigwizmigsetup.exe) aufgerufen. Wichtig: Die Daten müssen entweder auf ein externes Medium (CD/DVD) oder auf einen Bereich der Festplatte gesichert werden, der nachher nicht von Vista überschrieben wird. Nach der Vista-Installation werden zuerst die Anwendungsprogramme installiert, bevor dann über Easy Transfer (nun zu finden bei Systemprogrammen) Daten und Einstellungen kopiert werden. Um die alten Benutzerkonten öffnen zu können, wird das dazugehörige Passwort benötigt.

Easy Transfer kann aber auch dazu eingesetzt werden, Daten zwischen zwei per Netzwerk verbundenen PCs zu transferieren. Das klappt sowohl von einem alten XP- auf den neuen Vista-Rechner als auch zwischen zwei gleichwertigen Vista-Systemen.

Wird Windows Vista auf einem vorhandenen PC mit der entsprechenden Leistung installiert, stellt sich die Frage, ob das neue System anstelle oder parallel zu XP installiert werden soll. Der Vorteil der ersten Variante liegt darin, dass Vista nun versucht, mit den vorhandenen Programmen, Daten und Einstellungen weiterzuarbeiten. Allerdings besteht dabei auch die Gefahr, dass alte XP-Fehler, die sich über die Zeit eingeschlichen haben, den Spaß mit Vista gefährden. Oftmals ist es darum besser, zuerst die Einstellungen und Daten zu sichern, um dann ein komplett neues Vista zu installieren.

Sollte der Platz auf der Festplatte ausreichen, ist es in den meisten Fällen allerdings sinnvoller, das neue Vista zusätzlich zum vorhandenen XP zu installieren. Besonders praktisch wird das Arrangement der beiden Microsoft-Betriebssysteme dann, wenn die Nutzdaten auf einer eigenen Partition liegen und somit XP und Vista wechselseitig darauf zugreifen können. Das Speichern der „Eigenen Dateien“ und anderer zentraler Daten auf einer eigenen Partition hat sich schließlich schon in der Vergangenheit bei Problemen mit dem Windows-Partition bewährt. Funktioniert Windows aus irgendeinem Grund nicht mehr optimal, ist es häufig einfacher, das System mittels Image zurückzuspielen statt auf die mühsame Fehlersuche zu gehen. Auf die Nutzdaten auf der gesonderten Partition hat das keinen Einfluss.

Die zusätzliche Installation von Vista zum bestehenden XP löst zudem so manches Problem mit inkompatibler Hard- und Software. Funktioniert ein Programm oder ein Gerät noch nicht mit Vista, wird beim Start des PCs eben auf XP umgestellt.

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