Unterhaltung aus München : Unter der Decke

Die ProSiebenSat1 Media AG präsentiert das Programm für ihre Sender 2010/11: Zu sehen gibt's viel Stefan Raab, Mädelsabend, Telenovela - und Oliver Pocher, der sein Glück mit einer neuen Show versuchen darf.

Tim Klimeš
Sender-Kopf. „Die Oliver Pocher Show“ wird fortgesetzt, aber zu später Sendezeit, erst um 23 Uhr 15. Dafür darf Pocher in einer neuen Sat-1-Show Kindern Wünsche erfüllen. Foto: dpa
Sender-Kopf. „Die Oliver Pocher Show“ wird fortgesetzt, aber zu später Sendezeit, erst um 23 Uhr 15. Dafür darf Pocher in einer...Foto: dpa

Gute Nachrichten: Es geht aufwärts, ach was, es geht durch die Decke. Die Werbebudgets wohlgemerkt, nicht etwa das Programm. Um es auf den Punkt zu bringen: Obwohl die „Company“ sich im letzten Jahr so vielen „Challenges“ gegenüber gesehen hat, ist sie heute – „future ready“. So sagt das Andreas Bartl, Vorstand der ProSiebenSat1 Media AG und damit Chef der Company. Das war’s dann auch schon mit den Jubelnachrichten, kommen wir also zum Programm. Da geht nichts durch die Decke, da bleibt nahezu alles, wie es ist. Bei ProSieben, bei Sat1, bei Kabel Eins und sixx. So fühlt es sich zumindest an, nach vier Stunden Programmhighlightpräsentation am Donnerstagabend in München.

ProSieben setzt 2010/11 auf Bewährtes und will der Primus im Senderverbund bleiben („Deutschlands beliebtester Fernsehsender bei den 14- bis 49-Jährigen“). Christoph M. Herbst wird auch ein fünftes Mal den Bernd Stromberg geben und als Kommissar Kreutzer, einem neuen Krimi-Format, auf dem Schirm erscheinen. Die „Popstars“-Jury wurde aufgefrischt: Neben Ur-Juror Detlef Soost sitzen in der kommenden Staffel noch Die-Happy-Frontfrau Marta Jandová und Thomas Stein, „Deutschlands bekanntester Musikmanager“. Natürlich, darf und muss Stefan Raab weiter Blödsinn machen: „Stock Car Challenge“, „Bundesvision Song Contest“, „Schlag den Raab“ und die Verteidigung des Eurovision-Song-Sieges stehen unter anderem noch aus. „Wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, lobhudelte Andreas Bartl, auch wenn Raab an diesem Abend gar nicht da war.

Dafür war Lena Meyer-Landrut da – und sie sang: „Satellite. Als sie den Song-Contest-Siegertitel anstimmte, auf der Bühne tanzte, und die versammelte Medienbranche das Wispern einstellte, war man fast schon wieder geneigt, den Hut zu ziehen: vor diesem Sender, vor den Innovationen der letzten Monate. Aber wie gesagt: Raab war nicht da. Und so kam Lena zum Ende, und es ging weiter. Mit der Präsentation von sixx.

Der Frauensender will 2010/2011 nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern auch in deren Kalender. Am 5. Oktober soll fortan jährlich der „Nationale Freundinnen-Tag“ stattfinden. Praktischerweise gibts die passende Serie. In „Freundinnen – Mädelsabend mit Biss“ unterhalten sich Frauen wie Estefania Küster über Sex und Männer. Bei Sat 1 mit der neuen Zielgruppe der 30- bis 59-Jährigen kehrt Jeanette Biedermann zurück zur Telenovela „Anna und die Liebe“. Aushängeschilder bleiben Johannes B. Kerner und Oliver Pocher. Dieser bekommt eine neue Show („Lieber Onkel Olli“), in der er Kindern Wünsche erfüllen soll. JBK bereitet sich auf den obligatorischen Jahresrückblick vor. Außerdem wird Kerner weiter dort eingesetzt, wo er besser wirkt als im Talkstudio – in den Fußball-Stadien dieser Welt. Neben der Champions League und dem Uefa-Pokal präsentiert Sat1 den Vereinigungskampf von Boxweltmeister Felix Sturm.

Ach ja. Kabel Eins. Dessen Highlights wurden auch vorgestellt. Die relevanten Inhalte wie die US-Serie „24“ gibt es allerdings allesamt auch auf DVD.

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