Medien : Unterm Hammer Am Dienstag um 11 Uhr werden Kirchs Springer-Anteile versteigert

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Wer über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, kann am Dienstag ins Frankfurter Hotel Hilton fahren. Um 11 Uhr versteigert die Deutsche Bank dort Leo Kirchs 40-prozentigen Anteil am Axel Springer Verlag. „Die Vorgehensweise der Deutschen Bank ist mit Springer abgestimmt“, sagte Verlagssprecherin Edda Fels am Dienstag. Ziel der Auktion: Die Deutsche Bank soll das Paket an sich selbst versteigern, damit Kirchs aus dem Aktienbuch gestrichen wird. „Interessenten müssen für das ganze Paket bieten", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank. Sollte neben der Bank tatsächlich ein Dritter das Höchstgebot abgeben, wird der Springer-Aufsichtsrat sein Veto einlegen. „Die Vinkulierung der Aktien bleibt unberührt, gegen den Willen des Verlagshauses kann keine Transaktion stattfinden“, so Fels.

Ist die Deutsche Bank erst einmal als Besitzer im Aktienbuch eingetragen, hat Springer ungestört von Kirchs Manövern die Chance, in aller Ruhe mit Ringier weiter zu verhandeln. Der Plan sieht vor, dass Springer Ringier zu hundert Prozent übernimmt. Im zweiten Schritt soll Ringier 35 Prozent an Springer übernehmen, die restlichen fünf möchte Großaktionärin Friede Springer. „Die Verhandlungen mit Ringier werden in dieser Woche fortgesetzt“, sagt Fels. Zurzeit stocken die Gespräche aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen, wie viel Ringier wert ist, und weil Ringier seine Identität nicht ganz verlieren will. Sollten die Gespräche scheitern, könnte die Deutsche Bank ihr Aktienpaket immer noch an der Börse platzieren. nad/usi

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