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US-Medien : Newsweek veröffentlicht letzte Printausgabe

25.12.2012 12:51 Uhr
Das letzte gedruckte Cover des US-Magazins Newsweek.Bild vergrößern
Das letzte gedruckte Cover des US-Magazins Newsweek. - Foto: AFP

Das US-Magazin "Newsweek" wird es ab sofort nur noch online geben. Nach 80 Jahren ist am Montag nun die letzte Printausgabe erschienen. Der Online-Nachfolger "Newsweek Global" geht mit einem veränderten Konzept an den Start.

Nach fast 80 Jahren hat das US-Magazin Newsweek seine Printausgabe eingestellt. Am Montag erschien die letzte Ausgabe der Zeitschrift an den Kiosken. Auf dem Titelbild prangte eine alte Luftaufnahme des Verlagshauses in Manhattan, dazu die wie eine Twitter-Nachricht gestaltete Aufschrift #LASTPRINTISSUE die letzte Printausgabe.

Die Aufschrift erinnert knapp und ironisch daran, dass das Nachrichtenmagazin künftig nur noch digital erscheinen wird. In ihrem Vorwort schrieb Chefredakteurin Tina Brown, "manchmal ist der Wandel nicht einfach nur gut, sondern er ist notwendig".

Newsweek war im Februar 1933 von einem Journalisten des Konkurrenzblattes Time gegründet worden; die damalige Titelseite zierte unter anderem ein Foto von Adolf Hitler.

In den vergangenen Jahren schrieb das Magazin konstant rote Zahlen. Daran änderte auch die Übernahme durch den kalifornischen Milliardär Sidney Harman im August 2010 nichts, der die Zeitschrift mit der Nachrichten-Webseite The Daily Beast verschmolz. Nach Harmans Tod 2011 stellte seine Familie die finanzielle Unterstützung ein.

Wie andere Zeitungen und Magazine in den USA litt Newsweek unter einer schwindenden Leserschaft und der Verlagerung des Anzeigengeschäfts ins Internet. Sein kostenpflichtiger Online-Nachfolger soll den Namen Newsweek Global tragen und sich laut Brown an hochmobile Meinungsführer richten, die in einem anspruchsvollen Kontext über die Ereignisse der Welt informiert werden wollen. Bezeichnenderweise kommentierte Chefredakteurin Brown das Ende einer Ära über Twitter. Sie schrieb: "Bittersüß. Wünscht uns Glück."

Dieser Artikel ist zuerst auf Zeit Online erschienen. (mit AFP)

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