Medien : US-Reporterin geht nach Israel-Kritik

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So viele Präsidenten wie sie hat im Weißen Haus keiner ihrer Kollegen erlebt. Doch nach rund 50 Jahren hat die amerikanische Korrespondenten-Legende Helen Thomas, 89, jetzt wegen umstrittener Äußerungen über Israel den Hut genommen. Thomas befinde sich ab sofort im Ruhestand, teilte ihr Arbeitgeber Hearst News Services am Montag mit. Auslöser war ein spontanes Interview mit RabbiLive.com am 27. Mai. Thomas sagte darin, es sei Zeit für die Israelis, sich „zum Teufel nochmal“ aus Palästina zurückzuziehen. Das Land gehöre den Palästinensern und nicht Israel. Die Juden sollten stattdessen „heimkehren“ – nach Deutschland, Polen oder die USA.   Neben jüdischen Organisationen hatte auch das Weiße Haus diese Äußerungen als „beleidigend“ bezeichnet. Thomas selbst entschuldigte sich nach dem Interview für ihre Worte. „Sie spiegeln nicht meine von Herzen kommende Überzeugung, dass es nur dann Frieden im Nahen Osten geben wird, wenn alle Seiten die Notwendigkeit gegenseitigen Respekts und gegenseitiger Toleranz anerkennen.“   Tsp/dpa

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