Medien : Venceremos!

Joachim Huber

vermisst die Revolution in der „Welt am Sonntag“ Der Vorgang: In der „Welt am Sonntag“ gab es eine beeindruckende Doppelseite über Ernesto „Che“ Guevara. Die Überschrift: „Der kurze Atem der“. Aus. Ende. Der Fehler wurde bemerkt, konnte aber nicht mehr für alle Leser korrigiert werden. Deswegen auf Seite 2 folgende Entschuldigung: „Wegen eines technischen Fehlers ist in einem Teil der Ausgabe das Wort ,Revolution’ in der Überschrift nicht sichtbar.“ Erinnern wir uns: Kaum war die „Frankfurter Rundschau“ bei der SPD-Medienholding DDVG untergeschlüpft, passierte ein technischer Fehler. Aus dem Untertitel „UnabhängigeTageszeitung“ wurde „Abhängige Tageszeitung“. Da war was los, speziell in den Springer-Blättern machte es „Sic!“ und „Hoho“. Was wird bei der „WamS“ passiert sein, neben dem technischen Fehler? Drei Vermutungen: Am Samstag behauptete „Welt“-Chefredakteur Roger Köppel „Marx ist tot“, was die „Welt am Sonntag“ gleich zu beweisen suchte; zweitens, die „WamS“-Redaktion wollte augenfällig machen, wie kurz der Atem dieser linken ... tatsächlich war. Drittens: Allem Anschein nach sollte das Wort „Revolution“ auf Seite 70 in roten Lettern erscheinen. Eine Revolution in Rot – da bekam Axel Springers Druckmaschine einen Kolbenfresser.

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