Medien : Verärgert Schmidt die Fußballfans?

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Es war klar, dass die Verpflichtung von Harald Schmidt der ARD nicht nur Freunde einbringen wird. Nach dem Ärger um die RBBSendung „Polylux“, die Schmidt (seine Show kommt Mittwoch und Donnerstag um 23 Uhr) weichen muss, bringt Harald Schmidt nun auch Unruhe in die Fußball-Branche. Weil die ARD wegen der Verpflichtung des Entertainers aus dem UEFA-Pokal aussteigen will, hat die „Bild“-Zeitung ein paar Bundesligaclubs auf die Barrikaden gehievt. „Die ARD hat eine große Verantwortung gegenüber ihren Gebührenzahlern. Es ist eine Katastrophe, wenn es damit losgeht, dass Harald Schmidt statt der Vereine die Kohle kassiert“, wetterte dort Schalke-Boss Rudi Assauer. „Wenn es so kommt, wäre das für uns befremdlich“, sagte Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart.

Andere Fußballvertreter zeigten mehr Gelassenheit. „Wenn die ARD meint, dass Harald Schmidt mehr Quote bringt als UEFA-Cup-Spiele, wird sie sich was dabei gedacht haben. Es wird sich schon ein anderer finden, der überträgt. Ich freue mich auf Harald Schmidt – ich sehe ihn gerne“, sagte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp. „Das DSF ist auch ein guter Partner. Es wäre gut, wenn der Sender ein weiteres Highlight bekommen würde“, kommentierte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser den ARD-Rückzug.

Alles halb so schlimm. Der Sparkurs der ARD im Fußball ist bekannt. Das hatte bereits zum Verzicht auf den Ligapokal geführt, im März 2004. Zu diesem Zeitpunkt war die Rückkehr des TV-Entertainers zur ARD kein Thema. Auch wenn der ARD-Sport mehr sparen muss, um die acht Millionen Euro teure Verpflichtung von Schmidt zu finanzieren – der UEFA-Cup-Ball rollt weiterhin auf dem Bildschirm, zum Beispiel am Donnerstag die Partie Heerenveen - Stuttgart (Sat1, 21 Uhr 30; das ZDF zeigt Schalke 04 - Ferencvaros Budapest, 18 Uhr 15). DSF und RTL sitzen in den Startlöchern für spätere Runden. dpa/meh

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