Medien : Verbände zählen bis zu 134 getötete Journalisten

Im vergangenen Jahr sind nach Zählungen von Presseverbänden weltweit bis zu 134 Journalisten in ihrem Beruf ums Leben gekommen. Nach Angaben des Internationalen Journalistenverbandes (FIJ) vom Mittwoch starben 2007 allein im Irak 65 Reporter und weitere Medienmitarbeiter. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) zählte 47 getötete Journalisten im Irak, der damit das gefährlichste Land für Medienschaffende bleibt. Die gefährlichsten Staaten für Journalisten neben dem Irak sind nach Angaben beider Organisationen Somalia und Pakistan. Laut ROG war 2007 das tödlichste Jahr für Journalisten seit 1994.

Im vergangenen Jahr seien weltweit so viele Journalisten ums Leben gekommen wie seit 13 Jahren nicht mehr, erklärte ROG. Die Organisation zählte 86 getötete Journalisten – ein Todesopfer mehr als im Jahr zuvor. Nach dem Nahen Osten sei Asien mit 17 getöteten Reportern die gefährlichste Region für Journalisten gewesen; in Afrika seien weitere zwölf Journalisten umgekommen. Auf dem amerikanischen Kontinent, in Europa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion seien weitere neun Journalisten gestorben.

Der Internationale Journalistenverband zählte Reporter und weitere Medienschaffende zusammen und kam auf 134 Tote. Es sei das dritte Jahr in Folge, dass so viele Journalisten gestorben seien, erklärte FIJ-Präsident Jim Boulmelha. Die Pressefreiheit sei „ständigen Angriffen“ ausgesetzt. Allgemein lasse sich feststellen, dass einheimische Journalisten am meisten gefährdet seien. AFP/Tsp

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