Medien : Verleger gegen Online-Portale von ARD ZDF

Die Zeitungsverleger wollen zweigleisig gegen Online-Angebote von ARD und ZDF vorgehen, die nach ihrer Auffassung zu weit gehen. Die EU-Kommission solle prüfen, ob die Zusagen der Bundesrepublik an die europäische Wettbewerbsbehörde korrekt umgesetzt worden seien, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, am Freitag. „Hierzu gehört auch ein kritischer Blick auf den Dreistufentest der öffentlich-rechtlichen Internetangebote.“ Dieser Test dient dazu, die gebührenfinanzierten Online-Auftritte der öffentlichrechtlichen Sender wettbewerbsrechtlich zu überprüfen. Unabhängig davon sei damit zu rechnen, dass einzelne Verlage vor deutschen Gerichten gegen bestimmte Online-Angebote von ARD und ZDF klagten. „Wir sind fest davon überzeugt, dass ein Teil dieses Angebots presseähnlich und damit rechtswidrig ist“, sagte Wolff. Während diese Online-Angebote aus Gebühren finanziert werden, müssten die Verlage ihre Kosten durch Vertriebs- und Anzeigenerlöse einspielen. dpa/Tsp

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