Video : Gamescom erwartet 250.000 Besucher

Mobile Gaming, Gratisspiele und Browsergames – das sind die drei großen Trendthemen auf der Computerspiel-Messe Gamescom. Vom 16. bis 19. August erwarten 600 Aussteller aus aller Welt 250.000 spielbegeisterte Besucher in der Domstadt.

Gamescom erwartet 250.000 Besucher
Gamescom erwartet 250.000 Besucher

Am Mittwoch war die Spielemesse Gamescom in Köln noch dem Fachpublikum vorenthalten. Ab Donnerstag ist die Messe dann für alle geöffnet. Mindestens 250.000 Besucher werden erwartet. Bis Sonntag können sie neue Spiele ausprobieren. Neben Spiele-Software und den dazugehörigen Geräten werden sie viele Innovationen zu sehen bekommen, denn die Branche ist zurzeit massiv im Umbruch. Immer mehr Menschen spielen auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-Computern. Wohin die Reise auf dem Computerspiel-Markt geht, hat Michael Graf von der Fachzeitschrift Gamestar ausgemacht: "Also, wir sehen dieses Jahr drei große Trends auf der Gamescom. Das ist einmal Mobile Gaming, das sind Spiele für's Handy, für Smartphones. Wir sehen "free to play", das sind Gratis-Spiele, die man zumeist über das Internet spielt. Und wir sehen Browser games, auch das sind Spiele, die man meistens im Internet spielt. Diese drei Sachen sind dieses Jahr wirklich groß und wichtig."

Mit mehr als 600 Ausstellern bricht die Messe einen Rekord. Einige Branchenriesen wie Microsoft und Nintendo fehlen auf der Gamescom. Dafür stellt Sony gleich fünf neue Spiele-Marken für seine Konsole Playstation 3 vor. Über den Dienst Playstation Mobile für Android-Geräte will der japanische Technologie-Konzern auch bei Smartphone-Nutzern punkten. "Also, die Reise geht auf jeden Fall sehr stark zu mobilen Spielen. Spiele auf Smartphones werden immer und immer wichtiger werden auch in Zukunft. Und momentan hört man es ja schon, dass Facebook schon leichte Probleme hat, sich auf das mobile Geschäft einzustellen. Und natürlich müssen auch hier die Hersteller schauen, wie sie in Zukunft ihr mobiles Geschäft stärken können. Und ich gehe auch davon aus, dass wir das nächstes Jahr noch viel, viel mehr auf der Messe sehen werden - mobile Spiele."

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Weil die Mobile Games boomen, widmet die Messe ihnen in diesem Jahr erstmals einen eigenen Bereich. Auch die Online-Spiele haben mehr Platz bekommen. Qualitativ kommen sie jetzt an die Konsolenspiele heran und machen ihnen zunehmend Konkurrenz. Viele der Online-Spiele gibt es zudem kostenlos. "Dieser Gratis-Spiele-Trend im Internet, den bezeichnet man eben als "free to play", das ist eben englisch für kostenlos spielbar, und diese Spiele werden finanziert über Micro-transactions. Das heißt, man kauft einzelne Sachen - ein Haustier, eine schöne Rüstung für einen Fantasiehelden und so weiter, kann aber im Grunde dieses Spiel auch komplett kostenlos spielen. Und für viele Hersteller ist das die Zukunft der Industriespiele, kostenlos anzubieten und dann Spielern, die sich wirklich viel mit diesem Spiel beschäftigen zu erlauben, da einzelne Sachen zu kaufen."

Wegen der kostenlosen Online-Spiele und günstiger Apps für mobile Geräte sind die wirtschaftlichen Aussichten für die Branche durchwachsen. Der IT-Branchenverband Bitkom rechnet mit einem sinkenden Umsatz für dieses Jahr. Konsolen und PCs sind immer noch der größte Umsatzbringer.

(rtr)

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