Videospiele : Gelegenheit macht Spiele: Vor allem der Konsolenmarkt wächst kräftig

Der Trend ist eindeutig, es wird immer mehr gespielt. Dabei werden auch zunehmend weibliche und ältere Spieler angesprochen.

Die Videospiele-Branche vollzieht einen Zeitenwechsel. Ursache dafür ist nach den Worten von Olaf Wolters als Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware BIU einerseits, dass inzwischen alle drei großen Konsolenhersteller Sony, Microsoft und Nintendo mit Geräten der neuen Generation im Markt vertreten sind. Zum anderen würden durch neue Spielkonzepte inzwischen verstärkt Gelegenheitsspieler wie auch zunehmend weibliche Spieler und ältere Menschen angesprochen, sagte Wolters am Dienstag in Berlin anlässlich eines Pressegesprächs zur Games Convention 2008 in Leipzig (21. bis 24. August). Die mobile Spielekonsole Nintendo DS werde bereits zu 50 Prozent von weiblichen Spielern genutzt, zudem kündigte Wolters für die Games Convention unter anderem im Bereich der Rätselspiele Neuigkeiten an.

Der Trend ist eindeutig, es wird immer mehr gespielt. Geändert haben sich die Marktanteile. Im letzten Jahr wuchs der Umsatz mit Computer- und Videospielen in Deutschland um 21 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse nochmals um elf Prozent. Vor allem die mobilen Konsolen legten um plus 70 Prozent zu, Spiele für TV- Konsolen erreichten ein Plus von 26 Prozent. Dagegen wurden mit PC-Spielen 25 Prozent weniger eingenommen. Für das komplette Halbjahr erwartet Wolters ein Wachstum von über zehn Prozent.

Die Games Convention 2008, zu der rund 500 Aussteller erwartet werden, ist die letzte Veranstaltung, die der Branchenverband BIU in Leipzig als ideeller Träger mitveranstaltet. Von 2009 an präsentiert sich die Branche in Köln unter dem Namen Games Com, dann auch nicht im August, sondern im September. Mit diesem Schritt soll sich die Veranstaltung noch stärker als europäische Leitmesse etablieren, zudem erwartet sich die Branche von Köln eine Ausweitung des Einzugsgebiets. Nach Ansicht des BIU war die Leipziger Games Convention an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Statt der erwarteten 200 000 Besucher kam die GC 2007 nur auf 185 000 Besucher, was einem bescheidenen Plus von einem Prozent entsprach. Ob die Leipziger Messe die Games Convention 2009 dennoch in Konkurrenz zu Köln veranstalten will, wollte Messegeschäftsführer Wolfgang Marzin am Dienstag nicht sagen. Es sei jetzt nicht die Zeit, darüber zu reden. sag

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