Medien : Vier für die WDR-Intendanz

Joachim Huber

Nikolaus Brender, Werner Hahn, Monika Piel und Fritz Raff heißen die Kandidaten für die anstehende Intendantenwahl beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln. Der „Wahlvorbereitungsausschuss“ im WDR-Rundfunkrat hat am Mittwoch mit den „vier Persönlichkeiten eingehende Gespräche zur möglichen Kandidatur für das Intendantenamt geführt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Senders vom Donnerstag, in der keine Namen genannt werden. Die Begegnungen wurden „von den Teilnehmern als sehr konstruktiv und ertragreich bewertet“, teilte der WDR mit.

Nach Informationen aus eingeweihten Kreisen sei es klar, dass der Nachfolger für Fritz Pleitgen nur aus diesem Quartett heraus bestimmt werden könnte. Bis zur Sondersitzung des WDR-Rundfunkrates am 18. November würden weiterhin zahlreiche Gespräche aller mit allen geführt; am 20. November soll tatsächlich gewählt werden.

Der Wahlausgang gilt als offen, aus der alphabetischen Liste eine Rangliste ablesen zu wollen, als kurzsichtig. Die vier Kandidaten kommen sämtlich aus öffentlich-rechtlichen Häusern, einer vom ZDF, drei aus ARD-Sendern.

Nikolaus Brender ist Chefredakteur des Zweiten Deutschen Fernsehens, Werner Hahn ist der Justitiar des Norddeutschen Rundfunks. Monika Piel wird den Räten am vertrautesten sein, sie ist die Hörfunkdirektorin des WDR. Fritz Raff schließlich ist der Ranghöchste der Bewerber, er ist der Intendant des Saarländischen Rundfunks und von 2007 an zugleich ARD-Vorsitzender.

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