Vorschlag : Internet als Kandidat für Nobelpreis

13.03.2010 00:00 Uhr

Das Internet gehört zu den Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Wie am Freitag aus dem Osloer Nobelinstitut bestätigt wurde, ist für das World Wide Web (www) mindestens ein "den Regeln entsprechender und mit Personen verbundener Vorschlag" bei den norwegischen Juroren eingegangen.

Die iranische Friedensnobelträgerin des Jahres 2003, Schirin Ebadi, hat sich hinter die Initiative der Italien-Ausgabe des Internetmagazins „Wired“ gestellt. Nach Nobelpreis-Regeln können nur Einzelpersonen oder Institutionen mit persönlichen Repräsentanten den Preis in Empfang nehmen. „Wired“ hat die beiden Internet-Pioniere Larry Roberts und Vint Cerf sowie den Briten Tim Berners-Lee benannt. Über die Bedeutung des Internets für den Frieden heißt es: „Kontakt mit anderen ist immer das wirksamste Gegenmittel gegen Hass und Konflikte gewesen. Deshalb ist das Internet ein Instrument für den Frieden.“ Als Hintergrund gilt die wichtige Rolle, die das Internet für die Aktivitäten von Oppositionellen im Iran spielt.

Laut „Reporter ohne Grenzen“, wird das Internet in derzeit 60 Staaten zensiert. Die Inhaftierung von missliebigen Bloggern habe 2009 mit 120 einen Höchststand erreicht, erklärte die Journalistenorganisation zu dem von ihr initiierten „Welttag gegen Internetzensur“ am Freitag. Die meisten inhaftierten Internetnutzer seien 2009 in China registriert worden (72), gefolgt von Vietnam (17) und dem Iran (12).Tsp

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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