WDR-Intendant legt sich fest : Drei ARD-Talks

WDR-Chef Tom Buhrow will noch drei Talkshows im Ersten.Wechselt "hart aber fair" von Montag nach Mittwoch?

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WDR-Intendant Tom Buhrow
WDR-Intendant Tom BuhrowFoto: dpa

Nach dem angekündigten Talk-Abschied von Günther Jauch hat sich WDR-Intendant Tom Buhrow im Rundfunkrat des größten ARD-Senders gegen die Einführung einer neuen Talkshow ausgesprochen. „Es ist keine neue politische Talkshow geplant“, sagte Buhrow in einer Gremiensitzung in Köln. „Ergo wird es künftig nur noch drei Polit-Talker in der ARD geben.“ Er könne „mit ziemlicher Sicherheit“ sagen, dass dies auch für die anderen ARD-Anstalten gelte. Demzufolge talken vom nächsten Jahr an noch Anne Will, Frank Plasberg und Sandra Maischberger.

Der „Focus“ will unterdessen erfahren haben, dass mit dem Jauch-Ausstieg eine Rochade bei den verbliebenen Talks einsetzen könnte. Klar, „Anne Will“ ist von 2016 an am Sonntag gesetzt, „Menschen bei Maischberger“ wird weiter am Dienstag ausgestrahlt. Der freie Will-Slot am Mittwoch könnte künftig von Frank Plasberg mit „hart aber fair“ besetzt werden.

Für den WDR-Talker wäre das eine Art Comeback. Von 2007 bis 2011 war Plasberg mit „hart aber fair“ am Mittwoch dran. Im Kontext des umfassenden ARD-Talk-Umbaus im Herbst 2011 musste Plasberg dann auf den Montag wechseln. „Hart aber fair“ geriet mit seiner Themenwahl in den Schlagschatten von „Günther Jauch“ am Sonntag. Das ganz große Thema war für „hart aber fair“ weg. Laut „Focus“ argumentieren die ARD-Fürsprecher eines erneuten Umzugs von Plasberg, dass sich die Sendung am Mittwoch stärker von der Sonntags-Debatte absetzen könnte. Zudem seien dann die drei ARD-Talkshows „Anne Will“, „Menschen bei Maischberger“ und „Hart aber fair“ thematisch sinnvoller über die Woche verteilt. jbh

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