Medien : WDR: Stark bei der Kultur und schnell beleidigt 

Oft muss sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Vorwurf anhören, sein Programm sei immer seichter geworden. Nun hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beim Deutschen Kulturrat eine vom Sender selbst bezahlte Studie über seine Rolle als Kulturakteur in Auftrag gegeben. Das Ergebnis fasste Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrats, am Dienstag zusammen: „Der WDR ist im Kulturbereich viel besser als sein Ruf. Das ist für mich in dieser Klarheit überraschend.“ Der WDR dörre seine Kulturprogramme nicht aus. So liege der Kulturanteil im WDR-Fernsehen bei 40 Prozent. Der Hörfunk bestehe sogar zu 79 Prozent aus Kulturprogrammen. Von freien Kulturschaffenden wie Filmproduzenten werde der größte ARD-Sender häufig als übermächtige Organisation wahrgenommen. „Der WDR muss sich seiner strukturellen Macht bewusst werden, diese kritisch hinterfragen und sehr sorgsam mit ihr umgehen“, empfiehlt der Bericht. Bemängelt wird auch, dass der WDR oft überempfindlich oder sogar beleidigt auf Kritik reagiere. dpa/Tsp

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