Wegen fremdenfeindlicher Äußerungen : US-Sender NBC setzt Donald Trump vor die Tür

Der US-Sender NBC will nicht länger mit dem Milliardär und Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zusammenarbeiten. "Sie bringen Drogen, Verbrechen, sind Vergewaltiger", hatte Trump über Mexikaner gesagt. Er steht zu seinen Äußerungen.

Der US-Milliardär und Präsidentschaftskandidat Donald Trump
Der US-Milliardär und Präsidentschaftskandidat Donald TrumpFoto: Reuters/Dominick Reuter

Nach dem spanischsprachigen Fernsehsender Univision hat auch der TV-Sender NBC seine Zusammenarbeit mit dem Milliardär und US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump wegen dessen fremdenfeindlichen Äußerungen beendet. Die Wahlen zur Miss USA und Miss Universe, die Trump produziert, würden nach seinen „herabwürdigenden Äußerungen“ künftig nicht mehr bei NBC ausgestrahlt, teilte der Sender mit.

Trump hatte zuvor bereits angekündigt, nicht mehr bei der Show „The Apprentice“ (etwa: Der Lehrling) mitzumachen. Das bestätigte NBC nun. „The Apprentice“ hieß in einer deutschen Version „Big Boss“ und wurde von Fußball-Manager Reiner Calmund moderiert.

Der 69 Jahre alte Trump hatte Mitte Juni bei der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung gesagt, wenn "Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht die besten. Sie schicken Leute mit vielen Problemen, und sie bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger", sagte der Republikaner. Die Äußerungen waren sowohl in den USA als auch in Mexiko auf Kritik gestoßen.

Seine Äußerungen lösten bei Hispanics in den Vereinigten Staaten und in Lateinamerika Empörung aus. Auch südamerikanische Musiker und Moderatoren sagten ihre Teilnahme an der Miss-USA-Wahl ab.

Trump teilte mit, dass er weiter zu seinen Bemerkungen stehe. NBC sei zu "schwach" und "töricht", um das "ernste Problem" der illegalen Einwanderung zu begreifen. Er deutete an, den Sender womöglich auf Schadenersatz zu verklagen. (mit AFP)

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