Medien : Wegmachen

„Im Angesicht des Verbrechens“: ARD zeigt die letzten drei Folgen an einem Abend

Carsten Rave (dpa)
Herausforderung. In der heutigen Folge von „Im Angesicht des Verbrechens“ soll Jelena (Alina Levshin) dem Spediteur Lenz die Zeit vertreiben. ARD, 21 Uhr 45. Foto: ARD
Herausforderung. In der heutigen Folge von „Im Angesicht des Verbrechens“ soll Jelena (Alina Levshin) dem Spediteur Lenz die Zeit...Foto: ARD/Julia von Vietinghoff

Die ARD streicht einen Sendeplatz ihrer preisgekrönten ARD-Krimireihe „Im Angesicht des Verbrechens“ und sendet das Finale früher als geplant. Ein ARD-Sprecher bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Medienbericht. Die letzten drei Folgen der insgesamt zehn Episoden umfassenden Reihe sollen am 19. November hintereinanderweg ab 21 Uhr 45 ausgestrahlt werden. Ursprünglich war geplant, am 19. November die Folgen acht und neun zu zeigen und am 26. November Nummer zehn.

Man verleihe der Serie so einen prägnanteren Schluss, hieß es von der ARD. Diejenigen, die von der Serie begeistert seien, müssten dann nicht noch eine Woche warten, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Doch der Sprecher machte keinen Hehl daraus, dass die Einschaltquote nicht den Erwartungen entsprochen habe. Im Schnitt schalteten pro Episode 2,11 Millionen Menschen ein. Dieser Wert entsprach einem Marktanteil von 8,1 Prozent. Die ARD kam im Monat November bislang durchschnittlich auf 11,8 Prozent.

Die mäßige Vorstellung lag möglicherweise daran, dass die Krimireihe an einem späten Freitagabend ausgestrahlt wird, wenn die private Konkurrenz zum Teil mit starken Comedyprogrammen auftritt. Außerdem wurde die Krimiproduktion bereits vorab auf Arte ausgestrahlt; der deutsch-französische Kultursender fuhr gute Quoten ein und profitierte auch im Netz: Die meisten Abrufe aus der Arte-Mediathek verbuchte ausgerechnet „Im Angesicht des Verbrechens“. Die im russischen Mafia-Milieu von Berlin angesiedelte und von Regisseur Dominik Graf inszenierte Reihe hatte schon im Vorfeld der Ausstrahlung für Gesprächsstoff gesorgt: Weil die Herstellungszeit die Planungen überschritt, musste die Kölner Produktionsfirma typhoon (Geschäftsführer: Marc Conrad) Insolvenz anmelden. Carsten Rave (dpa)

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