Medien : Weißes Rauschen: Michi und die Berge

Helmut Schümann

Um fünf Uhr kamen der Georg Hackl, der Frank Luck und Andrea Henkel zu Wolf-Dieter Poschmann ins Studio. Aber da ging von unserer Seite aus schon nichts mehr, weswegen wir auch nicht sagen können, ob der Poschi vom ZDF mit dem Hacklschorsch, dem Lucky und der Frau Henkel (Henki?) auch so lustige Gespräche geführt hat wie in den Tagen zuvor der Waldi von der ARD mit dem Wasi, der Rosi und der Kati. Vermutlich aber schon, weil der Waldi und der Poschi sich duztechnisch und im Verniedlichen nicht sonderlich unterscheiden.

Das ZDF hat nun also auch angefangen mit der Berichterstattung aus Salt Lake City, und als Erstes fiel auf, was für eine junge Garde die Mainzer da an die Mikrofone nach Utah geschickt haben. Aha, unbekannt und unverbraucht, dachten wir, das ist wohl eine Hommage an die Jugend der Welt. Und das tönte dann so, zum Beispiel bei Michael Pfeffer und besonders bei seinem Fachmann an der Seite, dem Nikolaus Karpf: "Wunderbar, dieser front- side-flip, und jetzt noch ein twist mit indy-grap und anschließendem front- side-grip!" Alles exakt ausgeführt, auch noch der ten-eighty, allerdings hatte es den Läufer nach dem seven-twenty dann doch noch in den Schnee gehauen. Und Reporter Michael Pfeffer sagte: "Man kann dazu auch Salti sagen und Schrauben, das ist dem Zuschauer vielleicht geläufiger." Ja, genau. Und nun zurück zu Michael Steinbrecher.

Der war nämlich am Anfang im Studio, der Michi, vor Poschi sozusagen. Michi, der Balletttänzer unter den Sportmoderatoren, ist ja eher altgedient und schwer erfahren. Aber auch noch so juvenil, dass er sich noch überraschen lassen kann. Als er nämlich zum Biathlon schaltete und die Kolleginnen im Plausch vor Panorama vorfand, da wurde Michi ganz neidisch: "Och, ist das schön bei euch, im Hintergrund sieht man Berge, und dahinter noch mehr Berge, und hinter diesen Bergen sind noch mal Berge."

So war es. Fast wie im Gebirge, ja, man könnte sagen, man sieht vor lauter Bergen das Gebirge nicht. Aber Olympia in Amerika ist ja noch jung, da werden sie sich schon noch aneinander gewöhnen, die Berge und der Michi.

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