Medien : "Welt": Wechselspiele - Eckhard Fuhr übernimmt Feuilleton

jbh

Der gegenseitige "Heldenklau" zwischen der "Welt" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) geht weiter. Am Freitag gab der Axel Springer Verlag, der die "Welt" herausgibt, bekannt, der "FAZ"-Journalist Eckhard Fuhr werde neuer Feuilleton-Chef der "Welt". Vor zwei Wochen war publik geworden, dass Thomas Schmid - bei der "Welt" verantwortlich für das "Forum " und die Meinungsseiten - gekündigt habe, um in das Politik-Ressort der "FAZ" einzutreten.

Die Position des "Welt"-Feuilletonchefs war vakant, seit Christoph Stölzl Mitte April zum Berliner Kultursenator ernannt worden war. Eckhard Fuhr arbeitete bis Mai als Ressortleiter Innenpolitik der "FAZ" und seitdem als Korrespondent in der Berliner Redaktion. Seinem Wechsel von Frankfurt am Main in die Hauptstadt war ein Machtkampf um innenpolitische Meinungen mit Georg Paul Hefty und Volker Zastrow, verantwortlich für "Zeitgeschehen", vorangegangen. "In dieser personellen Konstellation sah ich für mich kein Weiterkommen mehr", zog Fuhr einen Schlussstrich. In Berlin kümmerte er sich auch um die FAZ-Kooperation mit dem Nachrichtensender N 24 und moderierte die Talkshow "Das politische Quartett". Der heutige 46-Jährige trat nach seinem Studium der Geschichte und Soziologie in Freiburg in die Redaktion der "FAZ" ein. Er war Nachrichtenredakteur und Leiter des Ressorts "Gegenwart".

Springer-Sprecherin Carola Schmidt stellte in Abrede, dass mit Eckhard Fuhr eine stärkere "Politisierung" des Feuilletons zu erwarten sei. "Herr Fuhr wird ein Feuilleton machen, so wie er ist: intellektuell, fantasievoll, überraschend, querköpfig und intelligent". Berthold Seewal und Uwe Wittstock blieben stellvertretende Ressortleiter.

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