WER WILL NOCH MAL? : Jetzt bewerben!

Es sind noch freie UKW-Frequenzen da. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat entsprechende Ausschreibungen am Donnerstag veröffentlicht.

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Zunächst geht es um die UKW-Frequenz 101,9 MHz in Berlin, nachdem gegen den Betreiber Jazz Radio das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Laut MABB hat der Insolvenzverwalter der Aufsichtsbehörde für den privaten Rundfunk in der Region mitgeteilt, dass „sich eine Sanierung der Gesellschaft im Wege des Insolvenzplanverfahrens seiner Einschätzung nach voraussichtlich nicht realisieren wird“. Und selbst wenn noch ein Investor für das angeschlagene Jazz Radio gefunden würde, die UKW-Frequenz wird für alle Bewerber offen ausgeschrieben; allerdings könnte es sein, dass im Sinne der von der MABB stets angestrebten Angebotsvielfalt im Radiomarkt ein neues Jazzprogramm gute Chancen auf eine Sendelizenz hätte. Im Zuge dieser Ausschreibung wird es auch möglich sein, dass ein bereits bestehender Sender sich nur für die Berliner Stadtfrequenz 101,9 interessiert, diese nimmt und seine bisherigen Frequenzen zur Ausschreibung freigibt. Nicht jedes Radioformat eignet sich für Berlin wie Brandenburg gleichermaßen.

Brandenburgs Landeshauptstadt soll mehr privaten Hörfunk bekommen. Die Medienanstalt hat zwei bisher in Potsdam nicht genutzte UKW-Frequenzen ausgeschrieben. Dazu kommen noch die beiden Frequenzen in Cottbus und Frankfurt/Oder, die der (öffentlich-rechtliche) Rundfunk Berlin-Brandenburg nicht länger für das Funkhaus Europa, das Nachfolgerprogramm von Radio Multikulti, nutzen will. Laut Ausschreibung können diese vier Frequenzen im Paket oder einzeln vergeben werden. Joachim Huber

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