Medien : Werbeumsätze: Beim Fernsehen sinken die Einnahmen

Die Brutto-Werbeumsätze im deutschen Fernsehen sind im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 2,8 Prozent gesunken. ARD und ZDF erlitten Einbußen. Die größten Rückschläge verzeichneten Sat 1 und TM 3, während die RTL-Gruppe und Pro 7 weiter zulegen konnten, wie die in Baden Baden ansässige Firma Spot Control am Montag mitteilte.

Insgesamt betrugen die Brutto-Werbeumsätze im ersten Halbjahr 7,477 Milliarden Mark, ein Minus von 214 Millionen Mark im Vergleich zum Rekordverlauf im Vorjahreszeitraum, als die boomende Internet-Branche den Werbemarkt stark belebte. Die von Spot Control ermittelten Daten beruhen auf den für die ausgestrahlten Spots zu Grunde liegenden Tarifen. Freispots und Rabatte der Sender konnten bei den Berechnungen nicht berücksichtigt werden. Die bereinigten Netto-Umsätze liegen nach Expertenschätzungen etwa bei 70 Prozent der Brutto-Angaben.

RTL legte nach Angaben von Spot Control trotz der Flaute im Vergleichszeitraum um 91 Millionen Mark auf 2,134 Milliarden Mark zu (rund 4,5 Prozent). "Big Brother"- Sender RTL 2 verbesserte sich um 65 Millionen auf rund 481 Millionen Mark Werbeumsatz (knapp 16 Prozent). Super RTL nahm zwölf Millionen Mark mehr ein - ein Sprung auf 143 Millionen Mark (plus elf Prozent). Auch Pro 7, das 1,460 Milliarden Mark umsetzte, machte 38 Millionen Mark Plus.

Die Brutto-Werbeumsätze von Sat 1 fielen Spot Control zufolge dagegen um 124 Millionen auf 1,435 Milliarden Mark (minus 7,5 Prozent). Den größten Einbruch erlitt TM 3: Der Münchner Privatkanal erwirtschaftete brutto nach 202 nur noch knapp zehn Millionen Mark - vor gut einem Jahr übertrug TM 3 jedoch noch die Spiele der Champions League, jetzt befindet sich der Sender im Umbruch zum "Mitmachsender".

Auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten mussten sich in ihrem Werberahmenprogramm mit geringeren Umsätzen zufrieden geben: Die ARD verdiente brutto 210 Millionen Mark (fast 18 Prozent minus), das ZDF sank von 245 auf 211 Millionen Mark (minus 14 Prozent).

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