„Wetten, dass..?“ : PR-Rat rügt Schleichwerbung

Der Deutsche Rat für Public Relations hat die Agentur Dolce Media sowie die Unternehmen Fleurop und Fressnapf für Schleichwerbung in der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ gerügt.

Christoph Gottschalk.
Christoph Gottschalk.Foto: picture alliance / dpa

Es habe sich um den Versuch gehandelt, mit finanziellen Mitteln Einfluss auf die Inhalte der Sendung zu nehmen, erklärte das Selbstkontrollorgan der deutschen PR-Branche am Donnerstag in Leipzig. Der Rat mahnte die von Dolce Media vermittelten Unternehmen Daimler, Audi und Solarworld, künftig kritischer zu prüfen, ob Medienkooperationen den Tatbestand der Schleichwerbung erfüllen.

Dolce Media gehört Christoph Gottschalk, dem Bruder des ehemaligen „Wetten, dass..?“-Moderators Thomas Gottschalk. Der „Spiegel“ hatte im Januar unter anderem von einem Kooperationsvertrag zwischen Daimler und Dolce Media von 2003 berichtet, in dem sich Passagen fänden, die die redaktionelle Unabhängigkeit untergrüben. In dem Vertrag habe es detaillierte Regieanweisungen gegeben, wie der Gewinnspielpreis, ein Sondermodell der Mercedes A-Klasse, in „Wetten, dass..?“ präsentiert werden solle. Nach ZDF-Angaben lief die Zusammenarbeit mit Dolce Media in diesem Sommer aus. Der Sender hatte den Vorwurf der Schleichwerbung im Januar zurückgewiesen. Im März kündigte das ZDF an, die Regeln für Gewinnspiele in „Wetten, dass..?“ zu verschärfen. sal/dpa

2 Kommentare

Neuester Kommentar