Medien : „Wetten, dass ...?“ und die „Plastizität“ der Wettkönigin Eva Glock

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14,53 Millionen Zuschauer haben sich am Samstag „Wetten, dass...?“ angeschaut. Wenn sie sich von der Sendung aus Hannover prächtig unterhalten gefühlt haben, lag das weniger an den vornehmlich deutschen Gästen auf der Couch. Die Quietschkugel Hella von Sinnen blödelte mit ihrem Dauerpartner Hugo Egon Balder, der Schauspieler Uwe Ochsenknecht erzählte, wie schweißtreibend Bettszenen zu drehen seien. Oliver Pocher wollte zugleich alle Friseure und alle Homosexuellen von Hannover beleidigen, zudem riet er einer Frau zur SchönheitsOperation. Nun ja.

Eigentlicher Höhepunkt waren die Wetten, einsames Highlight das Kunststück der 39-jährigen Friseurmeisterin Eva Glock aus der Nähe von Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Die spätere Wettkönigin konnte einen Text gleichzeitig mit der rechten Hand normal und mit der linken in Spiegelschrift schreiben. Mit dieser artistischen Fähigkeit stellte Eva Glock ein Vermögen des Gehirns unter Beweis, das Forscher als „Plastizität“ bezeichnen – die Fähigkeit unseres Denkorgans, ungeheuer beweglich zu sein und sich durch unablässiges Training zu großer Virtuosität aufzuschwingen. Wobei man natürlich die Frage stellen kann, welchem Zweck am Ende manche hart trainierte Kunstfertigkeit dient. Aber wer links und rechts gleichzeitig schreiben kann, dazu noch in Spiegelschrift, wird schon wissen warum. jbh/wez

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