Medien : Wickert & Co.: Stehen, aber mit Hocker

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Den ARD„Tagesthemen“ stehen in der nächsten Zeit größere Änderungen ins Haus. Vom kommenden Montag an werden sich die Moderatoren Anne Will und Ulrich Wickert mit einem neu gestalteten Studio vertraut machen müssen, im nächsten Jahr wird die Sendung von 22 Uhr 30 auf 22 Uhr 15 vorgezogen, und Ende August 2006 wird Anchorman Ulrich Wickert, seit 14 Jahren im Amt, ausscheiden. Darüber hinaus wird „ARD-aktuell“-Chefredakteur Bernhard Wabnitz zum 1. Januar als Korrespondent nach Rom wechseln und seinen Posten an Stellvertreter Kai Gniffke übergeben.

Der große Umbruch mit der „Tagesthemen“-Vorverlegung auf 22 Uhr 15 wird nach Darstellung der „ARD-aktuell“-Redaktion ausbleiben. Man hoffe auf einige der rund drei Millionen Zuschauer, die sonst um diese Uhrzeit ins Bett gehen, und auf einen Marktanteil von „stabilen“ 15 Prozent.

Von Montag an müssen sich Wickert und seine Kollegen von der „Tagesschau“ und dem „Nachtmagazin“ auf ein neues Studio einstellen. An einem etwa 1,10 Meter hohen braunen Tisch werden sie im Stehen moderieren, oder besser gesagt: im „Sitzstehen“, denn hinter ihnen befindet sich ein Hocker. Künftig wird der „Tagesthemen“-Moderator die Möglichkeit haben, während der Sendung seinen Platz zu verlassen, um an einem großen Monitor Grafiken zu erläutern. Interviews wird er nicht mehr mit einem Schwenk zur Seite führen, sondern fast direkt in Richtung Kamera sprechen. Das Vortragen im Stehen hat laut ARD-Designchefin Regina Tamm einen großen Vorteil: „Das Zwerchfell wird gestreckt – und das ist besser fürs Sprechen“, sagt sie. Bei den großen Konkurrenzsendern wird schon lange nicht mehr gesessen. dpa

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