Medien : Wie geht es...: den Gottesdiensten?

Markus Huber

Rechtzeitig zum Beginn der Palmwoche ein paar religiöse Zahlen: Fast 54 Millionen Menschen sind in Deutschland Mitglieder in einer der beiden christlichen Kirchen. Die Römisch-Katholischen und die Evangelischen teilen die Gläubigen beinahe brüderlich: Beide haben knapp 27 Millionen Mitglieder, die Katholiken sogar um 45 000 mehr als die Protestanten. Klar, dass für die auch ein Fernsehprogramm gemacht wird. Die Rede ist von den Gottesdienst-Übertragungen, die das Zweite seit Jahr und Tag anbietet. Ebenfalls brüderlich - jede Woche wechselt der Pfarrer, die eine Woche ist er Katholik, die andere Protestant. Das überraschende Ergebnis: Die Katholiken sind die besseren Fernsehchristen als die Protestanten, der römisch-katholische Gottesdienst hat um bis zu 100 000 Zuschauer mehr als der evangelische. Offensichtlich ist der Sonntag den Katholiken heiliger als den Protestanten. Wenn man sich die Zuschauer aber genauer anschaut, erkennt man ein beinahe ökumenisches Problem: Bei beiden Gottesdiensten sind 90 Prozent der Zuschauer älter als 49 Jahre. Warum sollte das Fernsehen auch anders sein als die kirchliche Wirklichkeit? Grafik: Zuschauerzahlen

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