Medien : Wie geht es ...: der RTL-Action

Markus Huber

Wenn es auf dem Bildschirm kracht und scheppert, wenn die Kugeln und Autos durch die Luft fliegen und auch sonst viel Schrott zu sehen ist, ja dann ist die Chance groß, dass a) Donnerstag ist und b) RTL läuft. Der Donnerstag ist für die Kölner der klassische Action-Tag, an dem sie mit Power-Programmierung ihre Stellung als quotenstärkster deutscher Fernsehsender verteidigen wollen. Die erste Action-Serie startet um 20 Uhr 15, die zweite um 21 Uhr 15. Und um 22 Uhr 15 wird noch einmal nachgeladen. Es mag zwar im Grunde egal sein, ob nun "gerade Motorrad-Cops" oder "Alarm für Cobra 11" läuft - überall liegt massig Blech in der Luft, und in allen Drehbüchern gibt es wenig Text, dafür viel Tschinn-Bumm. Für die Zuschauer ist Action aber nicht gleich Action - und deswegen schwanken auch die Einschaltquoten gewaltig. Bei den "Motorrad-Cops" schauen mehr als eine Million Menschen weniger zu als bei "Cobra 11". Warum das so ist, weiß nicht einmal RTL genau, doch der Sender weiß genau, was zu tun ist: Die "Motorrad-Cops" müssen ihre Maschinen abstellen.

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