Medien : Wieso? Weshalb? Warum?

Frau Rosh[beim Metropolensender XXP],bei Vox s

Frauen fragen nach. Die Journalistin Lea Rosh wird mit der Autorin Gaby Hauptmann den monatlichen Literatur-Talk "Willkommen im Club" moderieren.

Frau Rosh, beim Metropolensender XXP und bei Vox startet "Willkommen im Club - Menschen und Bücher 2002". Eine neue Literatursendung. Was ist neu?

Wir sind nicht unkritisch, das zeigt sich ja auch in der Auswahl der Gäste. Aber wir kritisieren in dieser Sendung die Autorinnen und Autoren nicht in Abwesenheit. Im Gegenteil: Wir sprechen mit ihnen über das gerade erschienene Buch und das "Wie" und "Warum" und "Wieso", und wir sprechen mit ihnen über den häufig so schwierigen Prozess des Schreibens.

Die Sendung wird unterstützt vom Bertelsmann Buchclub. Eine verdächtige Nähe.

Wieso verdächtig? Der Club Bertelsmann hat sehr viele gute Titel im Programm, weil sie relativ schnell von den Verlagen ins Club-Programm übernommen werden. Der Club hat vier Millionen Leserinnen und Leser. Auch an die wollen wir ran.

Sie haben angekündigt, es werde "keine Kritiksendung, wir wollen den Leuten Appetit machen auf Bücher und Lesen". Eine fröhliche Sendung mit einem Sack voller Empfehlungen?

Ja, die Bücher, die von den Autorinnen und Autoren im Gespräch präsentiert werden, sind schon mal eine Empfehlung. Und alle Gäste nennen und zeigen am Ende der Sendung ihre ganz persönliche Buchempfehlung. Also, kein Sack, aber ein knappes Dutzend. Nachzulesen übrigens nach der Sendung im Internet unter www.derclub.de .

Ist "Willkommen im Club" so gestrickt, dass jeder Vergleich mit dem "Literarischen Quartett" unzulässig ist?

Das "Literarische Quartett" war eine ganz anders konzipierte Sendung. Ob man sie mochte oder nicht: Sie hatte jedenfalls Niveau. Wenn wir diesen Vergleich in etwa bestehen, dann würde ich mich freuen.

Die Autoren der vorgestellten Bücher sind im Studio. Welchen Vorteil versprechen Sie sich?

Die Autoren im Studio können sich von ihrer guten oder auch schlechteren Seite den Leserinnen und Lesern empfehlen. Das Gespräch bringt den Menschen (hoffentlich!) näher: Autoren/Autorinnen zum "Anfassen". Sie können erklären, erzählen, sich vielleicht auch verteidigen. Ist doch realer und unterhaltsamer als graue Theorie, oder?

In der ersten Sendung ist auch Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel zu Gast. Hat Gabriel einen Bestseller geschrieben?

Noch nicht. Wir haben in jeder Sendung den "prominenten Gast", der über seine Lesegewohnheiten spricht: Egal, ob Buch oder Pressespiegel oder Verwaltungsrichtlinien. Mich hat Sigmar Gabriel angenehm überrascht. Nächstes Mal kommt übrigens Scharping!

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