Medien : Windstärke 12 beim „Spiegel“

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Der „Spiegel“ macht Furore mit dem aktuellen Titel „Der Windmühlenwahn. Vom Traum umweltfreundlicher Energie zur hoch subventionierten Landschaftszerstörung“; die Geschichte selbst ist 14 Seiten lang. Es ist eine Geschichte mit Folgen.

Auf der Redaktionskonferenz des Berliner „Spiegel“Büros äußerten am Montag mehrere Mitarbeiter ihren Unmut über die politische Tendenz und handwerkliche Machart des Artikels. Der Redakteur Harald Schumann, 42, heißt es, habe gar von „Desinformation und Propaganda“ gesprochen – und gekündigt. Schumann, seit 1986 beim „Spiegel“, bestätigte dieser Zeitung am Dienstag seine „schriftliche Kündigung“, kommentieren wollte er sie nicht.

Es gibt auch eine Vorgeschichte. Mindestens zwei Mal, wird an der Hamburger Brandstwiete erzählt, habe Schumann mit einem weiteren Fachredakteur über Windenergie geschrieben und sei nicht gedruckt worden; die Artikel seien der Chefredaktion nicht negativ genug gewesen. Schumann ist Spezialist für Wirtschafts- Reports und Autor des Buchs „Die Globalisierungsfalle“, das monatelang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste stand. not

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