Medien : „Wir tun was“

Arbeitslosen-Show beim

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Herr Wolter, Neun Live kündigt eine Arbeitslosen-Show an. Was ist das Konzept?

In jeder Show gibt es einen Arbeitsplatz zu gewinnen. Wir stellen pro Show zwei Arbeitslose vor, beschreiben ihr Schicksal, zeigen ihr soziales Umfeld, testen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie für diesen Job mitbringen. Am Ende der Show entscheidet der Zuschauer per Telefon-Voting darüber, wer den Job bekommen soll. Anschließend begleiten wir den Neu-Erwerbstätigen an seinem ersten Arbeitstag, zeigen seinen Arbeitsplatz, sprechen mit den Kollegen. So sieht der Zuschauer auch den Erfolg der Show.

Wo finden Sie Arbeitslose, wo Jobs?

Wir sprechen gezielt Firmen an. Dabei wollen wir natürlich keine Führungskräfte vermitteln. Aber im Mittelstand und im Handwerk gibt es noch viele Stellen zu besetzen. Hinzu kommt, dass für den Arbeitgeber der Reiz besonders groß ist, sich und seine Firma im Fernsehen zu präsentieren. Diesen Werbeeffekt möchten wir nutzen, gute Jobangebote zu erhalten. Darüber hinaus rufen wir Arbeitslose auf, sich bei uns zu bewerben. Nach gründlicher Überprüfung werden wir entscheiden, wen wir letztlich einladen.

Wer bei Neun Live anruft, füllt mit den Gesprächsgebühren die Senderkasse. Klar ist dabei: Der Arbeitslose ist das Mittel zum Senderzweck. Haben Sie irgendwelche Bedenken?

Nein. Wir haben über vier Millionen Arbeitslose in Deutschland. Und die Zahl wächst. Künftig wird es pro Woche mindestens einen Arbeitslosen weniger geben. Wir wollen Mut machen, Lebenshilfe geben. Wir können nicht viel tun. Immerhin: Wir tun was. Daran kann ich nichts Verwerfliches sehen .

Ist diese Show der Einstieg in weitere derartige Mitmach-Sendungen? Bisher rufen die Zuschauer bei Neun Live an, um für die Antwort auf die Frage „Auf welchem Fluss fährt die Kölner Rhein-Fähre?" 100 Euro zu gewinnen.

Wir planen weitere Mitmach-Shows, bei denen die Zuschauer nicht nur Geld gewinnen. Mitmachen heißt eben auch, einen Job, einen Partner finden oder sich politisch äußern können. Die Arbeitslosenshow ist erst der Anfang .

Die Fragen stellte Joachim Huber.

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