Medien : Wirbel um Degeto-Vertrag für Jörg Pilawa

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Für den Zuschauer ändert sich im ARD-Programm nichts: Jörg Pilawa wird aller Voraussicht auch weiterhin 180 Mal dienstags bis freitags seine 19-Uhr-20-Uhr-Quizshow moderieren, zwölf Hauptabendshows im Jahr bestreiten und die „NDR Talk Show“ präsentieren. In dieser Woche unterzeichnete der 41-Jährige ein neues Vertragswerk mit der ARD, das die Zusammenarbeit bis 2010 sichert. Neuer Vertragspartner Pilawas ist allerdings nicht mehr der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit seiner Firma NDR Media, sondern die ARD-Tochter Degeto, an der die NDR Media mit 11,11 Prozent beteiligt ist.

Jörg Pilawa war im Jahr 2001 von Sat 1 zur ARD gestoßen. Besondere Unterstützung erhielt er bei seinem Wechsel vom NDR-Intendanten Jobst Plog. Auch die Vertragsverlängerung im Jahr 2004 ging problemlos über die Bühne. Am 30. April dieses Jahres war die Laufzeit erneut beendet.

Doch da war schon längst Sand im Getriebe, denn der Publikumsliebling und seine Verhandlungspartner beim NDR konnten sich nicht auf eine Fortsetzung einigen. Das Vertragswerk lag offenbar längere Zeit in der Rechtsabteilung des Senders. Insider berichten, es sei nicht um Geld und Gage gegangen, sondern um Pilawas Status. Der Sender habe keine Klarheit darüber gewinnen können, ob der Moderator als freier Mitarbeiter oder als fester hätte geführt werden sollen. Der Moderator soll genervt gewesen sein. Statt mit dem NDR wurde Pilawa mit der ARD-Tochter Degeto einig, die schon den umstrittenen Vertrag mit Harald Schmidt 2004 unter Dach und Fach gebracht hatte. „Ich habe mich immer als ARD-Moderator gesehen“, sagte Pilawa. „Deswegen ist die Degeto für mich der ideale Vertragspartner, denn 90 Prozent meiner Sendungen werden in der ARD ausgestrahlt.“ Vom NDR hieß es am Freitag, es ändere sich nichts Wesentliches. Abgewickelt worden sei Pilawas Vertrag seit jeher von der Degeto, da das gesamte werbefinanzierte Vorabendprogramm der ARD über die Degeto laufe. Tsp/dpa

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