Wirbel um Gage : Gottschalks Wert

Ab Januar moderiert der 61-jährige Entertainer in der ARD – über die Höhe seines Gehalts wird spekuliert. Die Summe von sechs Millionen Euro lässt sein Anwalt dementieren.

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Ab Januar moderiert Thomas Gottschalk im Vorabendprogramm der ARD. Foto: dpa
Ab Januar moderiert Thomas Gottschalk im Vorabendprogramm der ARD. Foto: dpaFoto: dpa

Knapp fünf Monate sind es noch, bis Thomas Gottschalk zum ersten Mal mit seiner „Tagesshow“ im ARD-Vorabendprogramm zu sehen sein wird. Über seine Gage, die er ab Januar 2012 nach seinem Wechsel vom Zweiten ins Erste bezieht, wird derzeit spekuliert. Rund sechs Millionen Euro Grundgehalt soll er für 140 Sendungen pro Jahr beziehen, berichtete das „Manager Magazin“ am Donnerstag. Damit vervierfache der 61-jährige Entertainer sein bisheriges Gehalt, das er beim ZDF für die Moderation von sieben „Wetten, dass...?“-Folgen erhalten habe.

Gottschalks Anwalt Christian Schertz dementierte diese Summe jedoch umgehend und kündigte rechtliche Schritte gegen die Wirtschaftszeitschrift an. „Als Anwalt von Thomas Gottschalk weise ich darauf hin, dass diese Aussagen beide falsch sind. Weder vervierfacht Herr Gottschalk sein Jahresgehalt, noch erhält er die vom ,Manager Magazin’ benannte Summe.“ Die Aussagen des Magazins würden „nicht im Ansatz“ stimmen, „entbehren also jeglicher Grundlage“.

Das „Manager Magazin“ bleibt jedoch bei seiner Darstellung und sieht derzeit keinen Grund, etwas zurückzunehmen, wie es auf dpa-Anfrage hieß.

Auch die ARD bestätigte die Summe nicht. Derzeit werde über Details des Vertrags verhandelt, der zwischen Gottschalk und der WDR-Werbetochter, die WDR mediagroup, abgeschlossen werden soll. Die Absichtserklärung zwischen der ARD und Gottschalk stehe aber.

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel hatte den Transfer Gottschalks bei der Bekanntgabe im Juli als „kostenneutral“ bezeichnet. Über die genaue Finanzierung wollte sie keine Angaben machen, da das neue Format im werbefinanzierten Vorabendprogramm ausgestrahlt wird. Die ARD geht davon aus, dass die Marktanteile kurz vor 20 Uhr mit Gottschalk zulegen und damit die Werbeeinnahmen steigen werden. Auch das ZDF wollte die Meldung des „Manager Magazins“ nicht bestätigen, wonach Gottschalk 1,5 Millionen Euro Gage pro Jahr von dem Mainzer Sender erhalten habe. Diese Summe stimme „nicht annäherungsweise“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Auch wenn weitere Formate wie der ZDF-Jahresrückblick oder die Show „Ein Herz für Kinder“ mitgerechnet würden. ( mit dpa)

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