Medien : Wird der Weltbild Verlag säkular?

Der Augsburger Weltbild Verlag steht vor einer grundlegenden Umwandlung. „Die Gesellschafter haben einen Prüfungsauftrag erteilt, alle Optionen zu einer Erweiterung oder Umstrukturierung professionell zu prüfen“, sagte Geschäftsführer Carel Halff. Die Prüfung schließe einen Verkauf des erfolgreichen Konzerns nicht aus. Aufsichtsratschef Klaus Donaubauer sagte, ein Ausstieg der katholischen Kirche sei denkbar. Gesellschafter des Medienunternehmens sind die 14 deutschen Bistümer und die Soldatenseelsorge in Berlin. Nach 50 Geschäftsjahren sei es für ein Unternehmen von der Größenordnung des Weltbild Verlags untypisch, ausschließlich von einer kirchlichen Körperschaft getragen zu werden, sagte Donaubauer. Zu Berichten über mögliche Interessenten an Weltbild wie Bertelsmann, Thalia oder Holtzbrinck sagte Halff, diese Namen seien in der Branche naheliegend. Der Prüfungsprozess befinde sich noch am Beginn, alle Namen seien Spekulation. Der Weltbild Verlag ist Deutschlands größter Buchhändler und hinter Amazon zweitgrößter Online-Buchhändler. Im Geschäftsjahr 2007/2008 hatte Weltbild den Umsatz um 21 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro steigern können.dpa/Tsp

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