Medien : Wirtschafts-Berichterstattung: New Economy

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"Es gibt keine Wochenzeitung in Deutschland, die sich in den vergangenen drei Jahren ähnlich stark erneuert und verändert hat", sagte Roger de Weck, Chefredakteur der "Zeit", bei der gestrigen Vorstellung des überarbeiteten Wirtschaftsteiles des Blattes aus Hamburg. Der Relaunch ist der Abschluß der Runderneuerung der "Zeit", die 1997 in Angriff genommen wurde. Die Konzeption des neuen Wirtschaftsteils hat de Weck zusammen mit den Ressortleitern Uwe Jean Heuser und Kolja Rudzio entwickelt.

Der Schwerpunkt der Wirtschafts-Berichterstattung wird auf den sich rasant entwickelnden Zukunftstechnologien und Branchen der New Economy liegen. Fünf Themenkomplexe stehen im Mittelpunkt: Informationstechnologie und Life Sciences, Medien und Marketing, Finanzen und Geldanlagen, Auto und Mobilität, Volkswirtschaft und Reformen. "Wirtschaft schön erzählen, die Leser für Wirtschaft begeistern, darüber berichten, was das Gros der Wirtschaft verändern wird", umschreibt Heuser die Leitlinien. In jeder Ausgabe wird es eine Reportage, ein großes Porträt und ein Interview geben, auf einer kompletten Seite gibt es zum Thema Geld "Service pur", in diverse Rubriken soll kompakt und kompetent informiert und unterhalten werden. So wird sich beispielsweise die Rubrik "Anti-Trend" der Entdeckung von Trendwenden widmen und "Moden und Hypes entlarven". Die "konsequente Vorwärtsstrategie" (de Weck) soll zur permanenten Blattrevolution verstetigt werden. "Wir werden uns immer wieder verändern müssen", sagte der Chefredakteur. "Wir sind mutig, aber mit Augenmaß." Die nächste Neuerung ist für das Jahr 2001 avisiert: Dann soll jede zweite Woche ein "Zeit"-Extra erscheinen.

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