• Wirtschaftspresse: Neue Seiten fürs "Handelsblatt" – Relaunch noch in diesem Jahr geplant

Wirtschaftspresse : Neue Seiten fürs "Handelsblatt" – Relaunch noch in diesem Jahr geplant

Das "Handelsblatt" will die Krise zum Angriff nutzen und sich optisch und inhaltlich neu am Markt positionieren. Noch in diesem Jahr soll die Wirtschaftszeitung, die wie der Tagesspiegel zur Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH gehört, in einem neuen Format erscheinen.

Sonja Pohlmann

 „In welchem, steht derzeit noch nicht fest“, sagt „Handelsblatt“-Geschäftsführer Joachim Liebler. Diskutiert würden derzeit drei Optionen. Eine sei, die Zeitung komplett aufs handliche Tabloid-Format umzustellen, in dem auch das „Wall Street Journal Europe“, und die „Frankfurter Rundschau“ erscheinen. Schon jetzt ist der Finanzteil des „Handelsblatts“ als Tabloid-Format beigelegt. Eine weitere Option sei, dass der Finanzteil künftig wie die komplette Zeitung im Broad-Sheet-Format gestaltet wird, sagt Liebler. Als dritte Möglichkeit werde ein neues Business-Format angedacht, über dessen konkrete Gestaltung aber noch nichts verraten werden solle.

Anfang September wollen sich die „Handelsblatt“-Geschäftsführung und Chefredakteur Bernd Ziesemer mit Dieter von Holtzbrinck treffen, um über das neue Format endgültig zu entscheiden.

„Es wird aber kein Sparmodell dabei herauskommen, egal für welche Option wir uns entscheiden“, sagt Liebler. Vielmehr solle in den Auftritt des „Handelsblattes“ nachhaltig investiert werden. Auch bei einer möglichen Umstellung aufs Tabloid-Format solle sich nicht der Umfang der Zeitung verringern.

Aber nicht nur die Printversion des „Handelsblattes“ soll neu gestaltet werden, sondern auch der Online-Auftritt und die mobilen Dienste fürs Handy. Dazu gehören auch neue Applikationen fürs Blackberry und iPhone.

Zudem will die Zeitung ihren Paid-Content-Bereich ausbauen, kündigte Liebler an. Die Seite handelsblatt.com könne zunächst weiter kostenfrei genutzt werden, aber für Dossiers oder Datenbanken solle künftig gezahlt werden.

Ein weiterer Stellenabbau neben den bereits 150 gestrichenen Arbeitsplätzen sei nicht geplant.

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