Medien : Wissenschaft, die begeistert – bei Phoenix

Thomas Gehringer

Albert Einstein hat unseren Alltag verändert – ein Genie hat also auch praktischen Nutzen! Das ist eine wichtige Botschaft zahlreicher Publikationen im Einstein-Jahr: CD-Player, Fotoapparate, Navigationssysteme, all das würde heute nicht funktionieren, wenn der Physiker nicht so gründlich über eine Vielzahl von Phänomenen gegrübelt hätte. Man weiß, was durch Einstein möglich wurde, aber: „Was war vor Einstein anders?“

Eine clevere, seltener gestellte Frage, mit der Ranga Yogeshwar ein neues Talk-Format beginnt: Das „WissenschaftsForum Petersberg" will regelmäßig drängende Fragen der Gesellschaft diskutieren. Und weil die viermal, ab 2006 sechsmal jährlich geplante Reihe beim öffentlich-rechtlichen Nischensender Phoenix angesiedelt ist, darf das Fernsehen ungehemmt von Quotendruck auf hohem Niveau debattieren lassen. Vier oder fünf namhafte Frauen und Männer aus der Wissenschaft sind jeweils vor Publikum auf dem Petersberg bei Bonn zu Gast. Die Sendungen moderieren abwechselnd der Diplom-Physiker Yogeshwar („Quarks & Co“/WDR) und die Diplom-Biologin Nina Ruge („Leute heute“/ZDF), die als Wissenschaftsjournalistin freilich kaum Erfahrung hat.

In der vorab aufgezeichneten Premierensendung zum Thema „Für eine bessere Welt? – Wissenschaft nach Einstein“ halten sich die Politologin Gesine Schwan, der Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn, der Psychologe Gerd Gigerenzer und der Physiker Joachim Treusch nicht lange bei Einstein auf, sondern diskutieren die heutigen Probleme der Wissenschaft.

„WissenschaftsForum Petersberg“, 22 Uhr 15, Phoenix

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