• WM-MEDIEN köpfe JOSÉ COMAS, 62, SPANIEN Deutschlandkorrespondent von „El Pais“ „Schiris werden Deutschen helfen“

Medien : WM-MEDIEN köpfe JOSÉ COMAS, 62, SPANIEN Deutschlandkorrespondent von „El Pais“ „Schiris werden Deutschen helfen“

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Die gängigen Deutschland-Stereotypen wie Fleiß und Pünktlichkeit stimmen schon lange nicht mehr, findet José Comas. Doch „meine Leser glauben mir nicht“, zu gut funktionierten die etablierten Klischees. Dabei muss es Comas wissen, hat er doch seit 1976 insgesamt 15 Jahre in Deutschland verbracht: Als Deutschlandkorrespondent der linken Tageszeitung „Diario 16“, des Nachrichtenmagazins „Cambio 16“ und der größten Tageszeitung Spaniens, „El Pais“, berichtete der Asturier aus Bonn; seit 2003 sitzt er für „El Pais“ in Berlin. Comas, der wegen einer schweren Erkrankung „auf Reisen und Berichte über die WM-Spiele verzichten“ muss, schreibt für „El Pais“ über die Atmosphäre in Deutschland während der WM und interviewt deutsche Fußballer, die an den Siegen von 1974 und 1990 beteiligt waren. Dazu gehört auch der DDR–Spieler Jürgen Sparwasser, der mit seinem Siegtor gegen die BRD von vielen als indirekter Auslöser des westdeutschen Titelgewinns betrachtet wurde.

Auch für 2006 räumt Comas den Deutschen unter Verweis auf den Heimvorteil große Chancen ein – „notfalls werden die Schiedsrichter etwas helfen“, fügt der Korrespondent ein bisschen respektlos hinzu. Unverfroren äußert er sich aber auch bezüglich des spanischen Teams: So sei der bekannte Stürmer Raúl „leider schon reif für das Altersheim“ und tauge nichts mehr, werde aber vermutlich dennoch aufgestellt, wie Comas fürchtet. Dass die spanische Nationalmannschaft eine dementsprechend schlechte Leistung abliefern könnte, besorgt den Journalisten jedoch nicht allzu sehr. Das Einzige, was José Comas während des Turnierverlaufs wirklich fürchtet, wäre eine Rückkehr ins Krankenhaus. „Der Rest sind Kleinigkeiten.“katz

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