Medien : Wo billig draufsteht, ist oft billig drin – Sat 1 hilft beim Schnäppchenkauf

Pablo Silalahi

Der Volksmund weiß es schon lange: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Gerade in Zeiten von „Geiz ist geil“ ist beim Kauf von Produkten Vorsicht geboten. Denn wo „gut und günstig“ draufsteht, ist häufig nur „billig“ drin. Eine neue TV-Reportagesendung will nun aus der Flut der Angebote jene herausfiltern, die das Prädikat „Schnäppchen“ wirklich verdienen. Die „Allestester im Einsatz“ werden ab heute immer sonntags auf Sat 1 zu sehen sein. Zunächst sind elf Ausgaben geplant.

Jede Folge beschäftigt sich mit einem konkreten Thema. In der heutigen Auftaktsendung nehmen Reporterin Isabell Bublitz und „Haushaltsfee“ Yvonne Willicks „Die schlimmsten Schnäppchenfallen“ unter die Lupe, am kommenden Sonntag werden Textilien geprüft („Gute Kleidung – schlechte Kleidung“), in späteren Folgen sind Lebensmittel, Haushaltsgeräte und Urlaubsreisen dran. Dabei kommen eine versteckte Kamera sowie Laboruntersuchungen, Belastungstests, Straßenumfragen und begleitende Reportagen zum Einsatz.

Das Team der „Allestester“ hat bereits Erfahrung auf dem Gebiet, das oft mit dem sperrigen Wort „Nutzwertjournalismus“ umschrieben wird: Nach dem Ende von „Sat 1 am Mittag“ im Juli gründeten einige der ehemaligen Redaktionsmitglieder unter der Leitung von Stefan Wichmann, dem früheren Chef von „Akte“ und „Sat 1 am Mittag“, die Firma „Solis TV“, die das neue Format nun produziert. Der krisengeschüttelte Privatsender Sat 1 hofft, mit dieser Sendung die Quoten auf seinem Sendeplatz um 18 Uhr 45 zu verbessern. Zuletzt war hier die Sketchcomedy „Die dreisten drei“ eher mau gelaufen.

„Im Gegensatz zu anderen Help-Formaten nehmen wir den Zuschauer an die Hand“, beschreibt Redaktionsleiter Christian Schaller die Besonderheit der neuen Reportagereihe. „Bei uns steht kein steifer Experte vor einer Bücherwand, wir gehen auch dahin, wo es wehtut.“ Das bedeutet: Händler werden im Anschluss an die Tests mitunter auch von den Reportern mit den Mängeln ihrer Produkte konfrontiert und müssen vor der Kamera Stellung beziehen. Die Sendungen folgen laut Schaller dem Prinzip „Ein Reporter – ein Experte“. Dabei wird es einen festen Stamm von Reportern geben. Die Tipps sollen leicht verständlich und lebensnah sein. Auch wenn am Ende immer ein Resümee gezogen wird, ob sich das preiswertere Produkt zu kaufen lohnt oder man doch lieber zur Markenware greifen sollte, werden keine Produktnamen genannt, sagt Christian Schaller.

Sein Team plant neben den „Allestestern“ noch weitere Produktionen, natürlich für Sat 1. Pablo Silalahi

„Allestester im Einsatz“, Sat 1,

um 18 Uhr 45

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