Wohin mit alten Handys oder Computern? : Verkaufen, verschenken, verschrotten

28.12.2012 00:00 Uhr

Smartphones, Tablets, Notebooks – so werden elektronische Altgeräte richtig entsorgt.

Nach den Feiertagen werden viele alte Handys, PCs oder Notebooks ausgemustert. Laut Elektronik-Branchenverband Bitkom verkauften sich im Weihnachtsgeschäft vor allem Smartphones, Tablet-Computer und Notebooks gut. Für Verbraucher mit Neugeräten stellt sich da die Frage, wie alte Elektronik richtig entsorgt oder auf anderem Wege einem neuen Zweck zugeführt werden kann.

Alte Handys und Computer dürfen nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Wie andere Elektrogeräte müssen auch sie professionell entsorgt werden. Dafür gibt es mehrere Wege. Verlässliche Rücknahmestellen sind etwa kommunale Sammelstellen wie Wertstoffhöfe.

Dort können die Geräte in der Regel kostenlos abgegeben werden. Auch Elektromärkte oder Mobilfunk-Anbieter nehmen Altgeräte zurück. Hersteller bieten in manchen Fällen Rücknahmeaktionen an. Teils gibt es Sammlungen von Umweltinitiativen, etwa für Althandys.

Warum sollte Altelektronik überhaupt entsorgt werden? Knapp 86 Millionen ungenutzte Handys schlummern derzeit laut Bitkom in den Kellern, Speichern oder Schubladen deutscher Haushalte und weitere 20 Millionen ausrangierte Computer. Bei den Rechnern können mehr als 80 Prozent der verwendeten Materialien recycelt werden. Die verbauten Rohstoffmengen je Einzelgerät mögen zwar gering sein. Bei Abermillionen ungenutzten Geräten aber kommt ein regelrechter Rohstoffberg zusammen. Durch die Wiederverwendung können Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt werden.

Welche Alternativen zur Entsorgung gibt es? Verkaufen, als Reserve behalten oder verschenken. Soziale Organisationen nehmen alte Kommunikationselektronik oft gerne entgegen, um sie in den eigenen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen oder an Leute mit schmalem Geldbeutel weiterzuverschenken. Alte Handys oder Computer können auch verkauft werden. Im Internet gibt es hierfür spezialisierte Plattformen.

Was ist vor Verkauf oder Entsorgung zu beachten? Neben der allgemeinen Sicherheit beim Verkauf, wie etwa durch Wahl einer verlässlichen Internetplattform und sicherer Zahlmethoden, sollten Verbraucher alle persönlichen Daten von Altgeräten löschen. Sie in den „Papierkorb“ zu schieben, reicht nicht. Sie müssen mit spezieller Software überschrieben werden, am besten mehrfach. Bei Handys und Smartphones mangelt es häufig an entsprechender Software. Bei Smartphones genügt es teils, die Geräte auf Werkseinstellungen zurückzusetzen oder die Betriebssoftware neu aufzuspielen. AFP

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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