Medien : Wowereits Wunsch: ZDF nach Berlin

Lars Spannagel

Tita von Hardenberg stellt ihre letzte Frage: „Herr Wowereit: Was wären Ihre drei Wünsche zu Kultur und Medien in Berlin, falls eine gute Fee bei Ihnen vorbeikommt?“ Über so eine Frage konnte sich Berlins Regierender Bürgermeister am Mittwochabend nur freuen. Das Berliner Netzwerk der Medienfirmen „media.net“ hatte an seinem fünften Geburtstag am Mittwochabend zum 20. „Mediengipfel“ geladen. Das Thema des Abends im Umspannwerk Kreuzberg war die „Chefsache Kultur und Medien“.

Am Anfang der Gesprächs nimmt Klaus Wowereit mit einem breiten Grinsen neben Tita von Hardenberg, Moderatorin des ARD-Zeitgeistmagazins „Polylux“, Platz. Wowereit referiert entspannt zurückgelehnt von Networken und Clustern in der Medienbranche. Tita von Hardenberg hört nickend zu. „Was sind denn Ihre Hauptpunkte bei den Medien in der neuen Amtsperiode?“ will von Hardenberg wissen. Wowereit rühmt die Infrastruktur und das Know-how in Berlin, „das weiter auszubauen, ist wichtig“. Dabei solle es keine Monostruktur geben: „Buchverlage, Fernsehen, neue Medien – das alles gehört zusammen und ergänzt sich, Berlin wird weiter ein Experimentierfeld sein können.“ Die Zuständigkeit für Medienpolitik liege allerdings nicht allein beim Regierenden, er müsse sich das Feld mit der Senatskanzlei für Wirtschaft teilen. „Braucht man nicht einen, der den Hut aufhat?“, fragt Tita von Hardenberg. „Hätte ich gerne gehabt, ging aber nicht“, antwortet Wowereit. Bevor der Regierende dann den Geburtstagskuchen anschneidet, gibt er noch seine drei Wünsche bekannt: „Der Bund übernimmt die Staatsoper, das ZDF zieht nach Berlin, die Modebranche wächst weiter.“

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