Youtube-Ausraster : Lothar Matthäus als Wutredner bei Al Dschasira

Erst am Dienstag ist diese Szene bei Youtube aufgetaucht, hat sich aber schon zum Video-Hit entwickelt. Zu sehen ist, wie Lothar Matthäus bei Al Dschasira zum Wutredner wurde.

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Do I hear right? Lothar Matthäus (2.v.r.) im Al-Dschasira-Studio.
Do I hear right? Lothar Matthäus (2.v.r.) im Al-Dschasira-Studio.Screenshot: Tsp

Ein Mann von Welt beherrscht geschliffene Umgangsformen und spricht fließend Englisch. Ein Fußballer von Welt handhabt das ein bisschen anders, wie Lothar Matthäus bei Al Dschasira jüngst bewiesen hat. Im fließenden Fränglisch rastete der Weltmeister, der als Experte für den arabischen Sender arbeitet, vor laufender Kamera beim Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Inter Mailand am 15. März in der Allianz Arena aus. Erst am Dienstag ist diese Szene bei Youtube aufgetaucht, hat sich aber schon zum Video-Hit entwickelt. Mehr als 140 000 Nutzer sahen bereits, wie Matthäus zum Wutredner wurde.

„Why do I respect ... When you don’t respect?”, fährt Matthäus die drei stummen Männer im Studio an und erinnert an die Mühen seines Da-Seins. „I cancelled all my evening ... for this shit here?“ und beschwert sich: „I lose all my evening. I stay in Munich only for Al Jazeera ... Cause I have a job to do in London!” Noch gefürchteter als Lothar Matthäus selbst ist das Englisch des Franken. Also lässt der Sender die „fränkische Wettertanne“ auf Deutsch kommentieren, der Zuschauer hört nur die englische Übersetzung.

Was Bulgariens aktuellen Nationaltrainer so hat ausrasten lassen, wird nicht genau benannt. Zumindest schaffen es die anderen Männer im Studio nicht, Matthäus zu beschwichtigen. Ein Mann am Telefon muss sich einschalten, wird von Matthäus sofort rund gemacht: „I tell you now something ... You give me nothing ...“ Offenbar ist die Reaktion unbefriedigend, denn jetzt greift Matthäus erst richtig tief in die Fränglisch-Kiste. „You think, you can play with me ? I’m not a child.“ Matthäus macht dem Mann klar, mit wem er es zu tun hat: „I travel around the world“. Mit einem entschlossenen „I was here“ rast er aus dem Studio. Die drei Männer wirken fix und fertig. Wer das Video bei Youtube einstellte, ist nicht bekannt. Die Szene hat sich offenbar jenseits der Übertragung abgespielt, die Kamera lief trotzdem weiter.

Weder Matthäus noch Al Dschasira wollten sich auf Anfrage zu dem Vorfall äußern. Die Zusammenarbeit soll aber fortgeführt werden, heißt es bei Matthäus’ Management, womöglich schon bei der Frauen-Fußball-WM Ende Juni.

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