Medien : ZDF-Chef: Sozialer Wandel fordert Medien heraus

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Der soziale Wandel in der Gesellschaft stellt die Fernsehberichterstattung nach Einschätzung von ZDFIntendant Markus Schächter vor neue Herausforderungen. Es bestehe ein „schier grenzenloser Bedarf an Informationen“, sagte Schächter am Montag zum Auftakt der 38. Mainzer Tage der Fernseh-Kritik. Die Berichterstattung sollte daher „aufklärend, informierend und orientierend, dabei unaufgeregt, ermutigend und möglichst auch zielführend“ sein. „Die Zeiten der Spaßgesellschaft gehen zu Ende. Das Gegenteil muss nicht ernst sein.“

Die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Gesine Schwan, betonte die globale Bedeutung von TV-Bildern. Sie seien wichtig „für den Zusammenhalt einer immer komplexeren Welt“. Sozialer Wandel werde durch die Medien nicht nur beschrieben, sondern auch vorangetrieben. „Erst durch den ständigen Vergleich verschiedener Gesellschaften und Erdteile gewinnen wir ein umfassendes Bild von den möglichen Modellen des Zusammenlebens.“ Schwan kritisierte, dass Journalisten nicht nur für ihr Publikum arbeiteten, sondern sich immer stärker an der Medienkonkurrenz orientierten. „Vielfach scheint es mir, dass Journalisten primär für andere Journalisten berichten.“ dpa

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