Medien : ZDF-Geschichten von der „Hafenkante“

Simone Schellhammer

Der Vorabend im ZDF, der nach Meinung von ZDF-Hauptredaktionsleiter Klaus Bassiner „schwierigste Sendeplatz überhaupt“, bekommt von heute an ein neues Polizeiteam: Schauplatz ist Hamburg, Vorbild die berühmte Davidwache an der Reeperbahn und „Notruf Hafenkante“ der aktuelle Titel. Erzählt werden menschelnde Geschichten für die ganze Familie. Die Beamten sind zupackend, freundlich und lebensnah. Unter ihnen ein großer, ruppiger Kerl mit norddeutschem Charme, Oberkommissar Boje Thomforde.

Ähnlichkeiten mit dem ARD-Klassiker „Großstadtrevier“ werden massiv bestritten. Redakteur Matthias Pfeifer sieht kaum Ähnlichkeiten, da bei „Notruf Hafenkante“ das Elbkrankenhaus eine wichtige Rolle spielt. „Damit verbindet die Serie erstmals im deutschen Fernsehen die beiden erfolgreichsten Formate der Krimi- und Arztserien in einem Konzept“, sagt er. Auf ein ähnliches Prinzip hatte das Zweite schon bei „M.E.T.R.O.“, einer Truppe aus Polizisten und Tropenmedizinern, gesetzt. Allerdings erfolglos – die Reihe wurde im letzten April eingestellt.

Von der „Hafenkante“ ist der Mainzer Sender fest überzeugt und hat statt der anfangs geplanten 14 nun sogar 22 Folgen bei Studio Hamburg geordert. Dort wird übrigens auch das „Großstadtrevier“ produziert. Hamburger Plattdeutsch soll es jedenfalls nicht geben. In der neuen ZDF-Serie will man zudem ganz andere Geschichten erzählen („Um entflogene Kanarienvögel wird es bei uns nicht gehen“). Davon zeugt bereits die erste Folge: Heute Abend geht es in „Zeugnistag“ um Kindesmisshandlung.

„Notruf Hafenkante“; 19 Uhr 25, ZDF

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