Medien : ZDF: Männer machen "Mona lisa" schöne Augen

Joachim Huber

Das Lächeln von "Mona Lisa" wird immer schwächer. Dem Frauenmagazin im ZDF, das einzige derartige Angebot im überregionalen Fernsehen, sind in diesem Jahr mehr und mehr Zuschauer abhanden gekommen. Immerhin, die letzten Ausgaben nach der Sommerpause im Juli dürfen den Macherinnen wieder Mut machen - der Zuspruch steigt. Möglicherweise ist "Mona Lisa" das Opfer seines jahrelangen und letzlich erfolgreichen Kampfes für die Sache der Frauen: Einschlägige Themen haben längst Eingang gefunden in den großen Berichts-Kanon des Mediums. Grafik: Einschaltquoten Wie sonst könnte der Anteil der männlichen Zuschauer am "Mona Lisa"-Publikum so beachtlich sein? Drei Erklärungen sind möglich: 1. Ehemänner wollen endlich wissen, was ihre Frauen umtreibt - und sitzen tapfer mit vor dem Gerät, während ihre Gedanken längst bei "ran" und Bundesliga sind. 2. Männliche Singles geben sich als "Frauen-Versteher" und suchen sich über ihr "ML"-Wissen beim begehrten anderen Geschlecht einzuschmeicheln. 3. "Mona Lisa" bringt einfach Themen, die Frauen und Männer angehen.

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