Medien : ZDF-Sportreporter Figgemeier hört auf

Wieder eine vertraute Sportreporter-Stimme weniger: ZDF-Olympia-Rekordler Eberhard Figgemeier geht nach 39 Jahren in den Ruhestand. Der Sportreporter, der 1970 als Volontär beim ZDF anfing und danach dem „besten Arbeitgeber in unserem Gewerbe“ die Treue hielt, wird vom Mainzer Sender am Montag auf dem Lerchenberg mit einem Empfang verabschiedet. Der langjährige Programmchef hat seit 1972 in unterschiedlicher Form alle Olympischen Spiele mitgemacht. Als Live-Reporter spezialisierte sich Figgemeier auf Fußball, Tennis und Eiskunstlaufen. Den Einsatz bei der Fußball-Katastrophe 1985 im Brüsseler Heysel-Stadion bezeichnete er als eine ungeheuer schwierige Aufgabe. „Ich musste 90 Minuten live das Sterben von 39 Menschen kommentieren.“ Der gebürtige Bochumer erkannte bei der WM 1986 die „Hand Gottes“ von Diego Maradona, und er war dabei, als bei den Winterspielen 1984 in Sarajewo die Eistänzer Jayne Torvill/Christopher Dean ihre berühmte Boléro-Kür liefen. Der 62-Jährige zählt nicht zu den „Lautsprechern“ der Branche, scheut sich auch nicht, über seine Versprecher zu reden. Bei einem Wimbledon-Finale sagte er „Quälerfote“ statt „Fehlerquote“ und beim legendären 6:6 im DFB-Pokalspiel zwischen Schalke und Bayern legte er sich zu früh fest. „Das ist die Entscheidung, das muss sie sein“ kommentierte Figgemeier das 6:5 für Bayern durch Dieter Hoeneß. dpa/Tsp

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