Medien : Zeiler: Weniger Experimente bei RTL

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Der Privatsender RTL soll in seinem Programm beständiger werden. Dies sagte Gerhard Zeiler, der neue alte Senderchef, bei einer Betriebsversammlung in der RTLZentrale in Köln. Künftig werde es weniger darum gehen, mit Formaten wie der vierteiligen Serie „Beauty Queen“ Angebote für eine „spitze Zielgruppe“ wie die 14- bis 29-Jährigen anzubieten, sondern länger laufende Sendungen für die „ganze Familie“. Als Beispiel nannte Zeiler „Die Super-Nanny“. Sendersprecher Christian Körner berichtete, Zeiler wolle Programmen künftig mehr Zeit geben, sich zu etablieren, sprich mehr Geduld für die Entwicklung von Sendungen und für die Akzeptanz im Publikum aufbringen. Diese konservative Haltung wird sich in „weniger Experimenten“ ausdrücken, ein Reflex auf die entsprechende Grundströmung in der Gesellschaft. Was Zeiler will: ein RTL-Fernsehen, das vom Zuschauer erwartet wird, eine sehr genau ausformulierte Marke. Das wolle er jetzt auch der Werbewirtschaft vermitteln.

Der RTL-Chef betonte, dass er „das beste Team“ habe, die Konstruktion aus Zeiler und Anke Schäferkordt als seiner Stellvertreterin „keine Interims-“, sondern eine sehr langfristige Lösung sei. RTL müsse sich gar nicht verstecken, bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sei der Kölner Sender immer „noch drei Runden vor der Konkurrenz“. jbh

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