Zeitschriftenmarkt : Auflagen: „Stern“ unter einer Million, „Spiegel“ darüber

Freude beim "Spiegel" - lange Gesichter bei "Stern" und "Focus": Ersteres kann sich über eine stabile Auflage freuen. Der "Stern" kämpft dagegen weiterhin mit seinem Abwärtstrend.

Die neue Doppelspitze des „Spiegel“ darf sich freuen. Mit Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo, seit 5. Februar als Chefredakteure im Amt, erzielt das Hamburger Nachrichtenmagazin weiterhin eine stabile Auflage – im Gegensatz zur Konkurrenz von „Stern“ und „Focus“.

1,05 Millionen Exemplare verkaufte der „Spiegel“ im ersten Quartal 2008 und erreicht damit das nahezu gleiche Niveau wie im Vorjahresquartal, wie eine Übersicht des Verbandes der Deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ) zeigt. Beim „Stern“ setzt sich dagegen der Abwärtstrend fort. Erstmals seit 1958 rutschte die Auflage der Hamburger Illustrierten sogar unter die Millionengrenze. 981 016 Magazine wurden verkauft, ein Minus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Verlag Gruner und Jahr (G+J) verweist darauf, die Anzahl der „sonstigen Verkäufe“ reduziert zu haben. Dazu gehören Exemplare, die beispielsweise verbilligt an Organisationen oder Unternehmen abgegeben werden. G+J will dadurch die Auflagenstruktur des „Stern“ wirtschaftlicher gestalten. Hinzu kommt, dass der „Stern“ Konkurrenz am Kiosk bekommen hat: Seit einem Jahr liegt hier donnerstags auch die „Vanity Fair“.

Der „Focus“ aus dem Münchner Burda Verlag, der wie der „Spiegel“ montags erscheint, muss ebenfalls Verluste verzeichnen. 704 975 Exemplare wurden im ersten Quartal verkauft, das sind knapp 20 000 Hefte weniger als im Vorjahresvergleich. sop

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