Medien : ZEITUNGEN SUCHEN NACH EINNAHMEQUELLEN

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WERBETRÄGER NR. 1

Zeitungen haben mit 22,6 Prozent den größten Anteil am deutschen Werbemarkt. Die Anzeigenumsätze schrumpfen jedoch. Dank gestiegener Vertriebserlöse setzten Zeitungen 2005 insgesamt neun Milliarden Euro um – 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auflagenzuwächse verzeichnen nur überregionale und Wochenzeitungen. Während die Umfänge der Kfz-, Immobilien-, Reise- und Familienanzeigen von Januar bis Mai 2006 weiter sanken, stiegen die Stellenanzeigen um 16,7 Prozent und die Handelsanzeigen um 1,1 Prozent. Letztere tragen zu mehr als einem Drittel zum Anzeigenvolumen der Zeitungen bei. INNOVATIONEN

Die Zeitungen seien „so innovativ und kreativ wie nie zuvor“, sagte am Dienstag Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger (BDZV), in Berlin. Der leichte konjunkturelle Aufschwung sei bei den Verlagen bislang nicht angekommen. Umso intensiver würden neue Arbeitsformen, journalistische Angebote und Geschäftsfelder ausgelotet. Dazu zählten Versuche, Leser in die redaktionelle Arbeit einzubinden, jüngere Zielgruppen anzusprechen oder Print- und Online-Redaktionen zu verknüpfen. Ein Problem sei die sinkende Lesebereitschaft und -fähigkeit junger Leser. NEUE GESCHÄFTE

Neben der Vermarktung von Leserreisen oder Produkten rund um die Zeitungsmarken suchen Verlage gezielt den Weg in die private Briefzustellung. Mittlerweile sind nach Angaben des BDZV in vier Fünfteln aller deutschen Städte und Gemeinden Verlage als Postdienstleister aktiv. Bis Ende des Jahres werde es keine Lücken mehr geben. Insofern sei die Zeitungsbranche gerüstet für die Zeit der vollständigen Liberalisierung dieses Marktes im Jahr 2008. Ein unhaltbarer Zustand seien jedoch die noch immer bestehenden Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der Deutschen Post AG. usi

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